Mi, 13. Dezember 2017

Auf freiem Fuß:

03.11.2017 22:09

Trickbetrüger narren die Polizei!

Sie fahren kreuz und quer durch die EU, stehlen hier, klauen dort und werden doch nie dingfest gemacht - Trickbetrüger. Weil der Schaden meist gering ist, dürfen sie auf freiem Fuß bleiben; und das viele Jahre lang. Freitag ist ein Quartett nach einem Coup im Gailtal geschnappt worden; wurde aber wieder freigelassen. Die Polizei hat zwei Rumäninnen sogar fotografiert.

Es muss für Polizisten deprimierend sein: Ein 78-Jähriger zeigt an, dass ihn eine Frau abgelenkt und dann bestohlen hat. Beamte setzen sich auf die Fährte der Trickbetrügerin, stoppen sie und müssen sie kurz danach auf Auftrag der Staatsanwaltschaft laufen lassen.

150 Euro hat die Rumänin, die mit drei Komplizen unterwegs ist, dem Dellacher gestohlen. Und weil sie das bei der Einvernahme zum Glück zugab, durften die Polizisten ihr das Geld auch abnehmen und dem Opfer zurück erstatten. Die Frau fuhr weiter. Sie ist zwar auch in Deutschland mehrmals angefallen; allerdings werden Kleinkriminelle dort 40(!) Mal freigelassen, bevor man sie festnimmt.

Ein Polizeibeamter erinnert sich: "Vor kurzem mussten wir zwei rumänische Ladendiebinnen laufen lassen. Sie hatten Waren im Wert von 19 € bei sich. Sie fallen seit zehn Jahren regelmäßig im EU-Raum an."

Viele fragen sich zu Recht, was die Anzeigen außer Kosten bringen. Der Beamte: "Zumindest der Einsatz am Freitag war für die Steuerzahler nicht so teuer wie andere: Es war nämlich kein Dolmetsch, der 400 Euro Honorar verlangt, nötig. Einer der Polizisten sprach italienisch."

Die Beamten, die das Quartett stoppten, haben übrigens von zwei Rumäninnen (25 und 30) Fotos gemacht. Und es stellte sich heraus, dass sie eine Villacherin (76) bestohlen und sich bei einer Frau (83) in einem Altenwohnheim in Spittal eingeschlichen hatten. Vorwiegend sind es ältere Bürger, die sie anschnorren und dann ablenken, um ungestört in die Börse greifen zu können oder die Wohnung zu durchsuchen.

Serina Babka, Kärntner Krone

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