Di, 12. Dezember 2017

Ehre für Hohensinner

02.11.2017 14:50

Grazer Stadtrat verhandelt Schwarz-Blau im Bund

Es ist eine große politische Ehre für den Grazer VP-Bildungsstadtrat Kurt Hohensinner: Er verhandelt für Sebastian Kurz mit der FP eine mögliche schwarz-blaue Koalition im Bund. Hohensinner ist dabei für das wichtige Thema Integration verantwortlich…

Auch Graz mischt bei den Koalitionsverhandlungen zwischen Sebastian Kurz und Heinz-Christian Strache in Wien mit.

Gemeinsam mit Efgani Dönmez verhandelt der Grazer VP-Bildungs- und Sozialstadtrat Kurt Hohensinner das Thema Integration für die Türkisen von Kurz. Das darf man durchaus als politische Ehre für Hohensinner bezeichnen.

Hohensinner weiß ja, wie Schwarz-Blau geht - er ist seit April Teil einer solchen Koalition in Graz. Und in Sachen Integration ist Hohensinner in Graz gut geschult: Hohe Ausländeranteile in Schulen usw. sind gewaltige Herausforderungen.

Kreuzpflicht in Grazer Pflichtschulen

Hohensinner sucht den differenzierten Ansatz. Die Hälfte der 8000 Grazer Volksschüler hat eine andere Muttersprache als Deutsch. Hohensinners Strategie: "Nur weil jemand Deutsch nicht als Muttersprache hat, heißt das nicht, dass es deswegen mangelnde Deutschsprachenkenntnisse gibt. Aber unsere Strategie ist klar die, dass wir schon bei den Kleinsten im Kindergarten mit Sprachförderung beginnen und sie dann natürlich in den Volksschulen fortsetzen."

Hohensinner kann aber auch anders. Er hat etwa in Grazer Pflichtschulen eine Kreuz-Pflicht verhängt. 30 Prozent muslimische Kinder gibt es in Volksschulen, 38 Prozent in Neuen Mittelschulen. In 15 von 38 Volksschulen sind Kinder mit christlichem Glauben in der Minderheit.

Zur Mindestsicherung hat Hohensinner eine unmissverständliche Meinung: "Die ist in der aktuellen Form gescheitert. Es ist einfach ungerecht, wenn Menschen ohne vorherige Arbeitsleistung Anspruch auf Mindestsicherung haben."

Von: Gerald Richter

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