Di, 21. November 2017

Ski-Star via #MeToo

01.11.2017 16:54

Lesbische Anja Pärson: „Brüste und Po begrapscht“

Frauen auf der ganzen Welt trauen sich jetzt mit der Wahrheit über sexuelle Belästigung bzw. Missbrauch ans Licht der Öffentlichkeit zu gehen. So auch Ski-Heldin Anja Pärson! Schon nach dem Ende ihrer Karriere hatte sie sich als homosexuell geoutet - doch davor (und leider auch immer wieder danach) musste sie widerliche Dinge über sich ergehen lassen. "Für gewisse Männer ist es ein regelrechter Sport gewesen, mir auf die Brüste oder den Po zu greifen." Deswegen scheut die mittlerweile zweifache Mutter die Öffentlichkeit. Einzige Ausnahme: Ihre Teilnahme an "Let's dance!" (Video oben).

Anja Pärson war für ihren kräftigen "Bauchfleck" bekannt, den sie im Zielraum stets nach siegreichen Rennen zur Freude der Fans hinlegte. Wie es in ihr drinnen aussah, war damals nicht zu merken. "Es kam leider sehr oft vor, in Bars oder auf Tanzflächen: Für gewisse Männer ist es ein regelrechter Sport gewesen, mir auf die Brüste oder den Po zu greifen", so Pärson.

"Ich schreie in mir drinnen!"
Wie sie auf solche Übergriffe reagiert hat bzw. jetzt reagiert? "Leider habe ich einfach gelächelt, um keinen Streit zu haben. Diese Sachen passieren leider auch noch immer. Mir läuft dann ein Schauer über den Rücken und ich schreie in mir drinnen!"

Die lesbische 36-Jährige ist mittlerweile zweifache Mutter und so gut wie nicht mehr in der Öffentlichkeit zu sehen: "Das hat seinen Grund, ich meide wegen der sexuellen Belästigungen die Öffentlichkeit." Eine Ausnahme machte sie für die schwedische Variante von "Let's Dance" - wo sie ihr Geschick auf dem Tanzparkett (Video oben) unter Beweis stellte.

Ihr größter Sieg
Pärson gewann siebenmal WM-Gold, einmal Olympiagold, 42 Rennen im Weltcup, einmal den Gesamt-Weltcup. Nun hat sie aber ihren größten Sieg gefeiert und könnte damit vielen weiblichen Kolleginnen ein Vorbild sein.

krone Sport
Redaktion
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