Do, 23. November 2017

Zukunft von Red Bull

01.11.2017 09:04

Verstappens „WM-Deal“: Was macht Ricciardo?

Red Bull will Pilot Daniel Ricciardo ausreichend Zeit für eine Entscheidung über Verbleib oder Weggang geben. Das hat Christian Horner, Teamchef von Red Bull Racing, am Rande des Mexiko-Grand-Prix (oben im Video) betont. Zwar habe man mit dem an Renault verliehenen Carlos Sainz ein "Sicherheitsnetz", am liebsten würde man aber mit der derzeitigen Fahrerpaarung weitermachen.

Und die heißt bekanntlich Max Verstappen und Daniel Ricciardo. Während der Niederländer am Sonntag in Mexiko gewonnen hat, fiel Ricciardo schon bald mit Turboschaden aus. Zweifel an der Leistungsfähigkeit der als TAG Heuer gebrandeten Renault-Motoren im RB13 sind ein Grund, warum Ricciardo Red Bull Racing der Rücken kehren könnte.

Aber auch die jüngste Vertragsverlängerung mit Verstappen bis 2020 machte deutlich, wie sehr man beim Einser-Rennstall von Dietrich Mateschitz künftig auf den 20-jährigen Jungstar aus den Niederlanden setzt. Verstappen sei "in der besten Position, ein Team rund um ihn aufzubauen", hatte Horner damals erklärt und Motorsport-Berater Helmut Marko hatte wiederholt, was Firmenboss Dietrich Mateschitz schon im Juli gesagt hatte: Man wolle mit Verstappen möglichst rasch den jüngsten Weltmeister der Formel 1 stellen.

Horner: "Wollen ihn weiter im Team haben"
Da bleibt für Ricciardo nicht mehr viel Interpretationsspielraum. Horner wäre dennoch am liebsten, wenn der angeblich mit Mercedes und Ferrari liebäugelnde Australier seinen 2018 endenden Vertrag verlängert. "Mit 28 Jahren ist seine nächste Entscheidung eine sehr wichtige. Also wird er sich Zeit nehmen, um die richtige zu fällen", sagte Horner. "Wir haben ihm aber auch ganz klar mitgeteilt, dass wir ihn weiter im Team haben wollen. Selbst wenn es daher sechs Monate bis zur Entscheidung dauert, ist das okay", meinte Horner.

Red Bull mit Sicherheitsnetz
Sollte Ricciardo das Team verlassen, habe man ein einige Optionen. Quasi ein Sicherheitsnetz, verwies Horner auf die vielen Red-Bull-Junioren, speziell aber auf Sainz junior. Der Spanier ist im Zuge eines Motorendeals von Mateschitzs' Zweier-Team Toro Rosso während der Saison an Renault verliehen worden, um sicherzustellen, dass Toro Rosso 2018 mit Honda- statt Renault-Antrieben fahren kann.

krone Sport
Redaktion
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