Fr, 24. November 2017

14 Müllkübel

31.10.2017 15:52

Mädchen zündeln in Kundl: Ermittler sind machtlos

Brennende Müllkübel halten in Kundl - wie berichtet - die Einsatzkräfte auf Trab. Zwei Mädchen (16, 18) konnten zwar als Brandstifterinnen identifiziert werden, doch einsichtig sind sie nicht. Im Gegenteil: In der Nacht auf Dienstag haben sie erneut zugeschlagen. Da die Schadenssumme zu gering ist, ist die Polizei machtlos.

Bereits am 17. Oktober rückte die Feuerwehr zum ersten brennenden Müllkübel in der Gemeinde aus. 13 weitere Einsätze folgten. "Es wurde etwa am Bahnhof sowie beim Schwimmbad gezündelt", schildert Kommandant Christof Huber.

Motiv: Langeweile, Frust, Hass

Zwei Mädchen im Alter von 16 und 18 Jahren konnten die Taten nachgewiesen werden. "Und sie sind auch geständig. Als Motiv geben sie Langeweile, Frust sowie Hass auf die Gemeinde an. Beide stammen aus schwierigen Familienverhältnissen", heißt es von Seiten der Polizeiinspektion Kundl.

100 Euro pro beschädigten Müllkübel

"Da die Täterinnen bekannt sind, hat die Angelegenheit einen faden Nachgeschmack", verdeutlicht Huber. Denn den Ermittlern sind die Hände gebunden, was mit der Schadenssumme zusammenhängt. "Ein Müllkübel kostet rund 100 Euro. Die bisherige Schadenssumme ist zu gering, um über die Täterinnen die U-Haft verhängen zu können", schildert ein Polizist. Außerdem könne zwangsweise keine der beiden Mädchen therapiert werden.

Jugendhilfe alarmiert

Die Ermittler haben mittlerweile die Kinder- und Jugendhilfe hinzugezogen. Experten kümmern sich um die Zündlerinnen und versuchen, sie zur Vernunft zu bringen. "Die Täterinnen sind unberechenbar, sie können jederzeit wieder zuschlagen. Wir hoffen, dass diese Maßnahme Wirkung zeigt", führt der Polizist weiter aus.

Jasmin Steiner, Kronen Zeitung

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