Mo, 20. November 2017

Coup in Schwaz

31.10.2017 09:22

Spiellokal-Überfall: Schuhe verrieten den Räuber

Nach dem Raubüberfall auf das Schwazer Spiellokal "WinWin" am Nationalfeiertag gelang es der Polizei nun, einen Tatverdächtigen auszuforschen! Dem 20-Jährigen Unterländer wurden dabei ausgerechnet seine eigenen Schuhe zum Verhängnis. Bis auf 2,50 € konnte die Beute sichergestellt werden.

Vergangenen Donnerstag, gegen 23.45 Uhr: Ein mit einer Sturmhaube maskierter Mann stürmt das Spiellokal "WinWin" in der Schwazer Innenstadt und forderte von den zwei anwesenden Angestellten unter Vorhalt einer Waffe Geld. Die geschockten Opfer gingen daraufhin zum Tresor und stopften den Großteil der dort aufbewahrten Bargeldbestände - einen höheren fünfstelligen Eurobetrag - in einen vom Täter mitgebrachten Rucksack. Dann machte sich der Pistolero unerkannt aus dem Staub.

Die Flucht war aber nur von kurzer Dauer: Bereits am Freitag konnte ein dringend Tatverdächtiger (20) aus Schwaz ausgeforscht werden - dank der Aufnahmen von der Videoüberwachungsanlage, wie ein Sprecher der Spiellokalkette der "Krone" schildert: "Auf den Bildern wurden von uns die Schuhe, die Statur und der Gang des Verdächtigen wiedererkannt. Der Mann war bereits am Nachmittag im Lokal, er hat gespielt und sogar ein bisschen etwas gewonnen. Und weil man sich bei jedem Besuch mit einer Karte registrieren muss, gab es auch rasch einen Namen."

2,50 Euro ausgegeben

Nachdem sich die Verdachtsmomente gegen den 20-Jährigen erhärtet hatten, ordnete die Staatsanwaltschaft umgehend eine Hausdurchsuchung an. "In der Wohnung konnten schließlich in verschiedenen Verstecken die Beute, ein Rucksack sowie eine Schreckschusspistole, die bei der Tat benutzt wurde, gefunden werden", erklärt Chefermittler Albert Maurer.

Wurde tatsächlich die gesamte Beute sichergestellt? Nicht ganz, behauptet der "WinWin"-Sprecher mit ironischem Unterton. Offenbar fehlten 2,50 Euro…

Festnahme durch Cobra

Bei der Hausdurchsuchung war der 20-Jährige übrigens nicht anzutreffen. Bei ihm klickten erst am Abend die Handschellen. Im Zuge der Fahndung wurde er von Cobra-Beamten in der Innenstadt verhaftet. Sein Motiv: Adrenalinkick. Er ist geständig und wurde in die Justizanstalt Innsbruck gebracht.

Hubert Rauth, Kronen Zeitung

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