Sa, 25. November 2017

Auf Trainersuche

30.10.2017 22:41

Foda verlässt Graz: Was macht jetzt der SK Sturm?

Sturm Graz ist ab sofort offiziell auf Trainersuche! Mit der Bestellung von Franco Foda zum neuen Teamchef der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft beginnt für den Bundesliga-Spitzenreiter die intensive Suche nach einem Nachfolger samt neuen Assistenten. Etwas Zeit bleibt den Steirern zumindest, Foda wird ihnen bis Jahresende erhalten bleiben. Dies war eine Bedingung der Grazer.

"Wenn der ÖFB und Franco Foda einen gemeinsamen Weg gehen wollen, dann ist das eine Entscheidung, die wir schweren Herzens zu respektieren haben, die vom SK Sturm aber weder gewünscht noch gewollt war. Franco Foda ist ein Stück Sturm Graz. Das ist auch der Grund, warum wir ihm keine Steine in den Weg legen wollten", meinte Sturm-Präsident Christian Jauk. Die Grazer trifft der bevorstehende Abgang ihres Trainers mitten in einer Herbstsaison, die bisher eine Rekord-Punktausbeute in der Vereinsgeschichte brachte. Mit Foda werden auch dessen Assistenten Thomas Kristl und Imre Szabics mit Jahresende zum ÖFB wechseln. Für das ÖFB-Länderspiel gegen Uruguay am 14. November ist Foda von Sturm freigestellt. Seine Arbeit in Graz auch während des Team-Trainingslagers ab 6. November in Marbella wird Co-Trainer Kristl übernehmen.

Ganz oben im VIDEO sehen Sie die Highlights des Bundesliga-Spiels WAC gegen den von Franco Foda betreuten SK Sturm Graz!

Günter Kreissl, Sturms Geschäftsführer Sport, hatte schon am Sonntag verlautbart, sich mit Gedanken für einen Foda-Nachfolger zu beschäftigen. "Ich habe drei bis vier Personen im Auge, die mich aufgrund ihres Lebenslaufs, ihrer Persönlichkeit und ihrer Erfolge interessieren. Es muss nicht jemand mit Sturm-Stallgeruch sein", sagte Kreissl am Montagabend. 30 bis 40 Angebote von Trainern seien in den letzten Wochen eingelangt. "In der letzten Stunde wurden mir sieben vorgeschlagen." Es bleibe genug Zeit, Gespräche zu führen. Dennoch hielt Kreissl mit Blick auf die Bekanntgabe des neuen Coaches fest: "In zwei bis drei Wochen wäre es mir lieber als in sechs oder sieben."

Foda habe sich die Chance auf das Teamchef-Amt jedenfalls redlich verdient. "Wir sind stolz, dass der Nationalteam-Trainer von Sturm Graz kommt", meinte Sturms Sport-Chef. Ein funktionierendes Betreuerteam zu verlieren sei dennoch nicht angenehm. "Der Preis für ein erfolgreiches Trainerteam ist nicht zu messen. Wir haben versucht, mit unseren Ablöseforderungen einen Kompromiss zu finden", sagte Kreissl. Foda habe dem Verein signalisiert, die Chance beim ÖFB wahrnehmen zu wollen. Am Engagement des Mainzers für die Liga-Spiele bis zur Winterpause gebe es aber keinen Zweifel. "Wir haben noch Spitzenspiele in den nächsten Wochen gegen Rapid und Salzburg. Franco wird die Mannschaft optimal vorbereiten und auch die Spieler werden alles tun, um den Erfolgslauf auszubauen."

krone Sport
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