Sa, 25. November 2017

„Widerwärtig“

30.10.2017 14:45

Rose McGowan: Millionen-Schweigegeld angeboten

Rose McGowan behauptet, dass sie für ihr Schweigen über Übergriffe von Hollywoodmogul Harvey Weinstein eine Million Dollar Schweigegeld angeboten bekommen hätte. Sie sagt, sie hätte vielleicht sogar drei Millionen rausholen können.

Die "Charmed"-Schönheit, die mit ihrer Aussage, der 65-jährige Filmemacher habe sie vergewaltigt, die Vergehen Weinsteins gemeinsam mit anderen Frauen erst ans Licht gebracht hat, gab nun preis, dass ihr eine enorme Summe für ihr Schweigen in Aussicht gestellt worden war.

"Widerwärtig"
Zuerst wollte sie den Betrag auf mehrere Millionen Euro raufverhandeln und habe sogar sechs Millionen verlangt, entschied aber dann letztendlich, das Angebot gänzlich abzulehnen und sich nicht für ihr Schweigen bezahlen zu lassen.

Die Schauspielerin gegenüber der "New York Times": "Ich hatte all diese Leute, die mir sagten, das Geld zu nehmen, damit ich meine Kunst finanzieren kann. Ich nahm an, dass ich ihn wahrscheinlich auf drei Millionen bekommen hätte. Aber ich dachte nur, 'ekelhaft, du bist widerwärtig, ich möchte dein Geld nicht, das würde mich widerwärtig fühlen lassen.'"

"20 Jahre stillgehalten"
Die 44-Jährige beklagte zudem laut "Bang News", dass ihr der Medienrummel um den Fall Harvey Weinstein sehr zu schaffen mache. Sie selbst habe nämlich "20 Jahre lang stillgehalten" und musste so einiges über sich ergehen lassen. Nun sehe sie das Gesicht des "Monsters" überall. McGowan betrachte die Entwicklung im Fall der sexuellen Vergehen und die Bloßstellung des Regisseurs aber als Zeit, "aufzustehen" und "mutig zu sein." Seit die Taten Weinsteins ans Licht kamen, erfuhr er bereits so manche harte Konsequenzen, darunter die Entlassung aus seiner eigenen Firma, das Ende seiner Ehe mit Georgina Chapman und den Verlust verschiedener Mitgliedschaften.

Pamela Fidler-Stolz
Redakteurin
Pamela Fidler-Stolz
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