Mo, 20. November 2017

Flucht nach Spanien

30.10.2017 12:45

Bekannter versteckte Hamburger Kindsmörder (33)

Jener 33-jährige Pakistani, der seiner eigenen Tochter vor einer Woche in Hamburg die Kehle durchgeschnitten haben soll, wurde - wie berichtet - am Sonntag in Spanien gefasst. Nun wurde bekannt, dass ein Bekannter Sohail A. bei sich aufgenommen und so vor der Polizei versteckt hatte. Auch dieser Mann ist in Haft.

Wie die deutsche "Bild"-Zeitung am Sonntag berichtete, wurde der Pakistani von deutschen Personen- und Zielfahndern in Zusammenarbeit mit französischen und spanischen Kräften aus dem Baskenland in der Region San Sebastian gefasst. Wie am Montag bekannt wurde, befand er sich bei der Festnahme in Begleitung eines Bekannten, der ebenfalls festgenommen wurde, berichtete die baskische Zeitung "El Diario Vasco".



Die Festnahme des 33-Jährigen erfolgte auf der Straße durch Polizisten aus Madrid. Den ersten Erkenntnissen der Hamburger Polizei zufolge hatte die Flucht des 33-Jährigen über Frankreich nach Spanien geführt.

Asylantrag schon 2012 abgelehnt
Der 33-Jährige soll zuletzt in einem Fast-Food-Lokal als Küchenhilfe gearbeitet haben. Dabei hätte er sich eigentlich gar nicht mehr in Deutschland aufhalten dürfen: Sein 2011 gestellter Asylantrag wurde bereits 2012 abgelehnt, der Abschiebung entzog sich Sohail A. aber, indem er untertauchte.

Dass Sohail A. jahrelang unter dem Radar der Behörden lebte, ist umso erstaunlicher, weil die Familie ständigen Kontakt zum Jugendamt hatte. Laute Streitereien und aggressives Verhalten seien keine Seltenheit gewesen, immer wieder musste die Polizei wegen häuslicher Gewalt anrücken.

Tochter ermordet, während Frau bei Polizei war
Am vergangenen Montag dann die Schreckenstat: Während sich die Frau von Sohail A. gegen 21 Uhr an die Polizei wandte, weil sie sich von ihrem Mann bedroht fühlte, dürfte dieser in der Wohnung der Familie kaltblütig die zweijährige Tochter des Paares ermordet haben. Als die Polizei die Wohnung betrat, konnte sie nur mehr den Tod des Kindes feststellen. Todesursache: tiefe Schnittwunden am Hals.

Sofort rückte der amtsbekannte Vater in den Fokus der Ermittlungen. Doch der war bereits untergetaucht. Sechs Tage lang war Sohail A. auf der Flucht, bevor er in Spanien gestellt wurde.

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