Fr, 24. November 2017

Erschreckend!

28.10.2017 15:49

Jeder zweite Lkw-Lenker pfeift auf Pausen

Die Tiroler Verkehrspolizei nahm am vergangenen Dienstag in der Zeit zwischen 9 und 17 Uhr 301 Schwerfahrzeuge und deren Lenker genau unter die Lupe. Erschreckend! Bei jedem zweiten Brummi-Fahrer wurden Übertretungen bei Lenk- und Ruhezeit festgestellt. Erfreulich! Niemand wurde betrunken am Steuer erwischt.

45 technische Mängel, 34 Delikte wegen Überladung, 15 Anzeigen wegen fehlender oder nicht ausreichender Ladungssicherung, 153 Übertretungen bei Lenk- und Ruhezeiten, acht Gefahrengutdelikte sowie acht sonstige Übertretungen wie etwa Missachtung der Anschnallpflicht - so lautet die Bilanz eines achtstündigen Sondereinsatzes der Polizei sowohl auf den Haupttransitrouten Inntalautobahn, Brennerautobahn und Arlberg Schnellstraße als auch auf der Fernpassstraße, der Reschenstraße, der Loferer Straße, der Drautalstraße, der Seefelder Straße, der Tiroler Straße, der Zillertalstraße und der Achenseestraße. "Rund 300 Schwerfahrzeuge wurden kontrolliert. Bei rund einem Drittel gab es Beanstandungen", weiß Markus Widmann, Chef der Tiroler Verkehrspolizei. Besonders auffallend: Die 153 Übertretungen der EU-Sozialvorschriften. Das bedeutet, jeder zweite Fahrer wies bei den Kontrollen zu lange Lenk- bzw. zu kurze Ruhezeiten auf.

28 Fahrern wurde die Weiterfahrt untersagt

Die Lenker jener Fahrzeuge, die mangelhaft waren, wurden je nach Schwere des Vergehens entweder der Behörde angezeigt oder mittels Organstrafverfügung bestraft. 28 Fahrzeuglenkern wurde sogar die Weiterfahrt vorübergehend untersagt. Sie durften erst nach Herstellung des gesetzmäßigen Zustandes ihre Fahrt fortsetzen. "Zusätzlich zu den angeführten Anzeigen wurden noch 50 weitere Organstrafverfügungen eingehoben", erklärt Widmann.

Bei allen Lkw-Lenkern wurde außerdem auch ein Alkoholvortest durchgeführt. "Erfreulicherweise verliefen sämtliche Tests negativ", berichtet die Polizei.

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