So, 19. November 2017

Nadine Fest

28.10.2017 11:25

Ausfall beim Debüt: „Neue Anna Veith“ ohne Punkte

Sie gilt als riesiges Talent, wird teils schon als "neue Anna Veith" gehandelt und gab am Samstag ihr Weltcup-Debüt - ohne Erfolg: Nadine Fest schied im ersten Durchgang des Saison-Auftakt-RTL in Sölden aus. (Im Video oben sehen Sie Nadine Fest im krone.tv-Interview.)

Die 19-jährige Fest, Junioren-Olympiasiegerin und zweifache Junioren-Weltmeisterin, bekam im ersten Durchgang einen Schlag verpasst, kam danach nicht mehr vom Innenski und fuhr aus dem Kurs. Trotzdem gilt sie als großes Versprechen für die Zukunft.

"Nachbarin" von Matthias Mayer
"Ich komme aus dem wunderschönen Mittelpunkt Kärntens", beschreibt Fest ihre Herkunft. Die Junioren-Doppelweltmeisterin ist zu Hause in Arriach, das liegt unweit von Afritz, der Heimat von Abfahrts-Olympiasieger Matthias Mayer. Motiviert von ihrem älteren und ebenfalls Skirennen fahrenden Bruder ist Fest skifahrerisch auf der Gerlitzen groß geworden. Nach der Ski-Hauptschule (heute NMS) in Radenthein hat sie die Hotel-Fachschule in Bad Hofgastein absolviert. Das haben auch Anna Veith oder Marcel Hirscher getan, prominente Vorbilder also.

Sehr zielstrebig
"Ich bin sehr zielstrebig, das wird mir - positiv gesehen - manchmal ein bissl zum Verhängnis", erzählte Fest vor dem Weltcup-Einstieg in Sölden. Fest hat alle ÖSV-Kader im Eilzugstempo durchschritten. "Dabei stehe ich mir oft selbst im Weg", gestand sie. 

Trotz des Debüts in Sölden steht im kommenden Winter nach wie vor der Europacup als Hauptmenü auf dem Fest-Spiel-Programm. Dort will sie sich einen Fixplatz für die höchste Liga erarbeiten. 

"Irgendwas zwischen Riesentorlauf und Super-G" sei ihre stärkste Disziplin. "Funktioniert der Riesen, klappt es auch im Super-G", ist Fest überzeugt. In ihrem Alter fahren die meisten ÖSV-Damen bekanntlich praktisch alle Disziplinen, um die Ski-Ausbildung auf möglichst breite Beine zu stellen.

Cool fahren
Nervös sei sie gar nicht, betonte Fest. "Ich möchte am Samstag einfach cool fahren und alles zeigen, was ich kann." Dass sie noch Aufholbedarf habe, liege auf der Hand. "Ich bin aber in erster Linie froh, dass ich mitfahren darf und schauen kann, wie sich das so anfühlt im Weltcup." 

So schlecht sind die Aussichten Fests für den Riesentorlauf in Sölden gar nicht. Denn dort wird das Rennen vorrangig in den flacheren Start- und Schlusspassagen entschieden. Damenchef Jürgen Kriechbaum: "Im Steilen hat Nadine noch nicht die Klasse, um mit den Besten mithalten zu können. Im Mittlesteilen bis Flachen ist sie aber sehr schnell."

krone Sport
Redaktion
krone Sport
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden