Mi, 22. November 2017

Siedlung in Vomp:

27.10.2017 15:34

„Lärm-Grenzwerte werden klar übertroffen“

Die Lärmbelastung an der Autobahn produziert zwar weniger "laute" Diskussionen als einst, die Belastung bleibt aber für viele Familien enorm: Das Transitforum präsentierte Lärmmessungen in den Vomper Ortsteilen Dornach/Bachtal. Fazit sind Überschreitungen der Lärm-Grenzwerte um bis zu 260 Prozent.

500 Lärmpegelmessungen wurden im Mai und Juni sowohl bei Tag und Nacht bei mehreren Familien durchgeführt. Und zwar in einer Siedlung oberhalb der Autobahn (Höhe OMV-Tankstelle), die derzeit nicht von einer Lärmschutzwand geschützt wird.

Maximalwert um 260 Prozent über Vorgabe

Erschreckendes Fazit sind enorme Überschreitungen jener Lärm-Grenzwerte, die sich die Asfinag selbst auferlegt hat (60 Dezibel am Tag, 50 in der Nacht). Bei der am schlimmsten betroffenen Familie Kirchebner betragen die Maximalwerte bei Tag um 160 Prozent mehr, bei Nacht sogar um 260 Prozent mehr. "Beim menschlichen Ohr kommen keine Durchschnittswerte an, sondern die Höchstwerte verursachen die Schäden", betonte Gurgiser beim Pressetermin mit Anrainern.

Asfinag soll Lärmschutz allein zahlen

Für den Anti-Transit-Kämpfer ist es "peinlich, dass die Leute um ein Grundrecht betteln müssen". Und das, obwohl sie auf Balkon oder Terrasse seit Jahren keine Ruhe finden. Gurgiser fordert eine strikte Einhaltung des "Verursacherprinzips" - daher sollten alle Kosten für Lärmschutzwände aus den Asfinag-Einnahmen (Roadpricing, Mauten, Vignetten) gezahlt werden. Schon im Mai fasste die Tiroler AK bei der Vollversammlung einen Beschluss und forderte vom Verkehrsministerium, die Kostenbeteiligung der Anrainergemeinden zu streichen.

Andreas Moser, Kronen Zeitung

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