So, 17. Dezember 2017

Verbitterte Lektüre

26.10.2017 14:41

Buch enthüllt: Depardieu findet Trost im Koran

Der französische Schauspieler Gerard Depardieu zieht in einem am Donnerstag veröffentlichten Buch eine bittere Lebensbilanz. Die Welt laufe "ins Leere", schreibt er in "Monster". "Wie können wir in einer Kultur vorankommen, die nach und nach ihre Daseinsberechtigung verliert?"

Der 68-Jährige beruft sich unter anderem auf den österreichischen Schriftsteller Stefan Zweig, der seinem Leben 1942 ein Ende setzte. Depardieu beklagt in seinem Buch "den Mangel an Leidenschaft und Sinnlichkeit", der die zeitgenössische Welt präge.

Trost suche er immer wieder im Koran, bekennt der Schauspieler. "In der Beschreibung des Paradieses von Allah findet man eine wahre Vision der Leidenschaft", betont er. Sie habe nicht das Geringste mit dem Bild vom Paradies zu tun, das sich jene "Knallköpfe" machten, die sich im Glauben an 72 Jungfrauen in die Luft sprengten.

Dem eigenen Tod sieht Depardieu gelassen entgegen. Der Tod, schreibt der Schauspieler, "ist kein Fragezeichen, er ist ein hübsches Ausrufezeichen hinter dem Erlebten."

Der Schauspieler war in der Vergangenheit schon durch außergewöhnliche Aussagen aufgefallen. So verriet er, dass er täglich 14 Flaschen Wein trinkt. Tiefe Einblicke in sein Privatleben gab er auch, als er in einem Interview enthüllte, seine Mutter habe ihn im Mutterbauch töten wollen - seitdem denke er ständig an den Tod.

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Redaktion
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