Mi, 17. Jänner 2018

Ausgeliefert

25.10.2017 16:07

Ex-KTZ-Chef sitzt in München

Die Verhaftung von Dietmar Wassermann, dem schillernden Unternehmer, unter dem die Kärntner Tageszeitung in die Pleite schlitterte, wirft Fragen auf. Wie konnte er sich drei Jahre lang vor der Justiz verstecken? Erst vor wenigen Tagen war er daheim gefasst worden. Auch die Auslieferung nach München ist kurios.

Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt ermittelt gegen Wassermann zwar nach wie vor wegen der KTZ-Pleite; der aktuelle Haftbefehl stammt aber aus Deutschland, wo dem  56-jährigen Kärntner ein Finanzbetrug mit Millionenschaden vorgeworfen wird.

Anwalt Michael Sommer: "In den drei Jahren seiner Flucht hat sich vieles geändert, einige Vorwürfe wurden entkräftet. Daher stellen wir einen Wiederaufnahmeantrag."

Wassermann sitzt damit zwar in München hinter Gittern, sollte sich aber in Klagenfurt herausstellen, dass die Verhaftung nicht nötig gewesen wäre, würde er auf diplomatischem Weg wieder zurückgeholt werden.

"Das läuft auf Ministerebene", so Sommer, der übrigens nicht wisse, ob sein Mandant sich wirklich bloß zu Hause versteckt hatte, den Grund dafür aber kennt: Wassermann hat aus einer anderen Verurteilung eine Haftstrafe offen. Was noch eine Frage aufwirft: Wie konnte ein Vorbestrafter KTZ-Chef werden?

von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"

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