Sa, 18. November 2017

Laut und lästig

26.10.2017 06:00

Lärm macht krank!

Lärm begegnet uns heutzutage beinahe rund um die Uhr und hat großen Einfluss auf die Gesundheit. Eine wichtige Rolle spielt dabei das subjektive Empfinden - es bestimmt die Folgen entscheidend mit, wie Experten auf der Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Arbeitsmedizin (ÖGA) berichteten.

Dass Krach nicht immer gehörschädigend sein muss, um schwerwiegende Auswirkungen auf den Menschen zu haben, zeigt die eigene Erfahrung: Wenn im Büro beispielsweise laute Telefongespräche oder das ständige Rattern des Druckers die Aufmerksamkeit stören oder Straßenlärm das Einschlafen erschwert, sind das deutliche Belastungsfaktoren. Wer fühlt sich davon nicht beeinträchtigt?

Tatsächlich verursachen häufige bzw. langfristig unangenehme Geräusche - auch bei verhältnismäßig geringer Lautstärke - Stress und können in weiterer Folge krank machen. Denn das subjektive Empfinden spielt eine große Rolle: Wie schlimm Lärm verspürt wird, hängt eben nicht nur vom objektiv messbaren Schallpegel ab, sondern auch davon, wie sehr man sich letztlich davon gestört fühlt und sich darüber ärgert. Wer wütend reagiert, schüttet Stresshormone aus, Herzfrequenz und Blutdruck steigen. Hält diese Situation dauerhaft an (wenn man beispielsweise am Wohnort oder Arbeitsplatz ständig hohem Verkehrslärm ausgesetzt ist), können die Auswirkungen dramatisch sein. Neben Beeinträchtigungen wie Schlafstörungen und erschwerter Konzentrationsfähigkeit kann sich auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich erhöhen.

"Lärm schadet der Gesundheit, und zwar weit über die gemeinhin bekannten und anerkannten
Hörschäden hinaus. Die Schaffung von lärmreduzierten Arbeitsplätzen ist daher eine der größten Herausforderungen der Arbeitsmedizin", fasst Prim. Dr. Erich Pospischil, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Ärztlicher Leiter des AMZ Mödling, zusammen.

Monika Kotasek-Rissel, Kronen Zeitung

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