Fr, 17. November 2017

Ausnahmeregelung

25.10.2017 09:20

Krankenkasse behebt Ärzte-Engpass

Seit Montag die "Krone" den drohenden Grundversorgungs-Kollaps in Sachen Hausärzte in und um das Franckviertel zum Thema machte (hier), liefen die Telefone in der Redaktion heiß. Es meldeten sich aber nicht nur besorgte Anrainer, sondern auch die Gebietskrankenkasse mit einer kurzfristig entschiedenen Ausnahmeregelung.

Der drohende Ärztemangel lässt keinen kalt. Das war auch gestern in der "Krone"-Redaktion zu spüren. Die Telefone liefen heiß. Besorgte Anrainer des Franckviertels taten dabei ihr Leid über die große Ungewissheit kund. Denn ihre, in der Liebigstraße ordinierende Hausärztin Gabriele Selenko-Atzmüller geht mit Ende des Jahres in Pension. Und dann wüssten viele der Menschen nicht mehr, wohin - nachdem alle anderen Allgemeinmediziner in der Umgebung keine neuen Patienten mehr aufnehmen.

Nachbesetzungsproblem erkannt
Nun können sie aber aufatmen, denn dieser Umstand gehört seit gestern der Vergangenheit an. Wolfgang Hable, stellvertretender Leiter des Direktionsbüros der Oberösterreichischen Gebietskrankenkasse klärt auf: "Dass es ein Nachbesetzungsproblem im Franckviertel gibt, ist uns seit geraumer Zeit bekannt. Nachdem nun auch die Ausschreibung der Planstelle von Frau Selenko-Atzmüller erfolglos blieb, haben wir nun in Absprache mit der Ärztekammer entschieden, sofort zu handeln."


Ausnahmeregelung für Übergangszeit
Heißt: Die Planstelle wird erneut ausgeschrieben und für die Übergangszeit wird eine Ausnahmeregelung getroffen: Damit die Allgemeinmediziner in und um das Viertel - Georg Pfau, Inge Pfau-Hawa, Alexander Mayrhofer, Melanie Lindorfer und die Gemeinschaftspraxis Wolfgang Koits/Evelyn Weilheim-Koits  - im neuen Jahr weitere Patienten aufnehmen, wird das Patientenlimit, das die GKK honoriert, angehoben.

Primärversorgungseinrichtung in Planung
Auch wenn dies keine endgültige Lösung des Problems darstellt, ist zumindest die hausärztliche Grundversorgung vorerst gesichert. An einer langfristigen Lösung wird gearbeitet. Eine  Arbeitsgruppe mit Vertretern von OÖGKK, Ärztekammer und Land OÖ beschäftigt sich damit, wie eine Primärversorungseinrichtung für die "Grüne Mitte" umsetzbar wäre. Bleibt nur zu hoffen, dass das Projekt nicht dem Sparkurs zum Opfer fällt.

Mario Ruhmanseder, Kronen Zeitung

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