Mo, 20. November 2017

Interview

24.10.2017 18:34

Oberbank setzt aufs Sparen

Mit 16 Jahren schon trat Petra Fuchs in die Oberbank ein, nun ist die Salzburgerin, die an der Universität ihren Master of business administration (MBA) absolviert hat, an der Spitze. Wie jedes Jahr zum Weltspartag gab die Direktorin des Geschäftsbereiches Salzburg der "Krone" ein Interview über die aktuelle Lage.

Wie sieht es denn mit den Einlagen der Kunden bei der Oberbank aus?
Die privaten Kundeneinlagen bei der Oberbank beliefen sich Ende 1. Halbjahr 2017 auf über 2,7 Milliarden Euro, die gesamten Primäreinlagen auf mehr als 13,1 Milliarden Euro. Die Kundeneinlagen sind die Basis unserer Liquidität: Mit einem ausgewogenen Wachstum bei Einlagen und Krediten können wir unser gesamtes Kreditvolumen aus den Kundeneinlagen refinanzieren.

Die Bilanzsumme ist eine äußerst wichtige Kennzahl des Erfolges.
Durch deutliche Zuwächse bei den Kundenkrediten und gestiegene Kundeneinlagen ist die Bilanzsumme um 7,1 Prozent auf 20.046,4 Millionen Euro gestiegen (Stichtag 30.6.2017). Sie hat damit erstmals in der Geschichte der Oberbank die Grenze von 20 Milliarden Euro überschritten.

Die Zeiten ändern sich, sind Sparbuch und Bausparen immer noch beliebt?
Sparbuch ist nach wie vor Sparform Nummer 1, denn vier von fünf ÖsterreicherInnen setzen nach wie vor auf ein Sparbuch und zwei von drei auf einen Bausparer. Wir empfehlen seit Jahren das Sparbuch als Basis jeder Anlagestrategie. Als längerfristige Sparformen raten wir zu Bausparverträgen und die geförderte Altersvorsorge - hier können wir Angebote machen, die auf den persönlichen Einzelfall genau abgestimmt sind.

Die Wertpapiere sind nach den diversen Krisen out?
Auch in einem unsicheren Umfeld sollte man Wertpapiere nicht ganz vergessen. Unsere Empfehlung: breite Diversifikation verschiedener Anlageklassen.

Was sind denn die Motive für das Sparen?
Die Zinsen sind natürlich wichtig, aber die grundlegenden Motive sind auch andere. Einerseits das Ansparen für den Notgroschen oder für eine Anschaffung, andererseits das langfristige Vorsorge-Sparen zur Absicherung des Lebensstandards vor allem in der Pension.

Der Trend zum Online-Banking ist wohl ungebrochen?
Neben dem gezielten Ausbau des Filialnetzes setzt die Oberbank auch auf die Weiterentwicklung des Online-Angebots: mittels App und eBanking können KundInnen jederzeit und überall über ihre Sparguthaben verfügen und 24 Stunden täglich Transaktionen durchführen. Ein Beispiel: Von Jänner bis August 2017 konnte der Download der Oberbank App um 15 Prozent gesteigert werden.

Der gute alte Weltspartag liegt noch immer voll im Trend?
Vor allem für die Kinder sind die kleinen Geschenke jedes Jahr ein besonderer Anlass, ihre Ersparnisse zur Bank zu bringen. Nie zuvor konnten Kinder über so viel Geld verfügen wie zurzeit, zeigen jüngste Verbraucheranalysen, somit ist der richtige Umgang mit dem eigenen Geld für Kinder wichtiger denn je.

Was gibt es denn heuer?
Für die Kleineren einen Schneeflitzer und für die Großen einen Eiskratzer. Seit 2010 setzen wir bei den Weltspartags-Geschenken ausschließlich auf Produkte "made in EU". Wir achten damit vor allem auf Arbeitsplatzrichtlinien, Umweltauflagen, kurze Lieferwege und strenge Qualitätskontrollen.

Kronen Zeitung

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