Di, 21. November 2017

Neue Folder:

25.10.2017 00:01

Hausordnung auf Arabisch am Linzer Bahnhof

"Inschallah": Die Hausordnung im Linzer Hauptbahnhof gibt es jetzt auch auf Englisch, Arabisch und Farsi. Die ÖBB wollen vor Winterbeginn mit einem Maßnahmenkatalog die Sicherheit am Linzer Hauptbahnhof erhöhen und setzen dabei unter anderem auf solche Folder. Man wird sehen, ob’s etwas bewirkt.

Polizeiintern wird der nahe Winterbeginn mit Grausen gesehen, alle befürchten, dass es am Hauptbahnhof wieder rund gehen wird. Die ÖBB haben deshalb die Zusammenarbeit mit der Polizei verstärkt, wie Vorstand Silvia Angelo erklärt: "Es wurden beispielsweise die Intervalle der gemeinsamen Rundgänge mit unseren ÖBB-Securitys erhöht. Das hat sich bewährt, seitdem ist die Situation ruhig".

Fremdsprachige Folder
Neben fremdsprachigen Foldern mit der Hausordnung  wird auch der Ausgang beim berühmt-berüchtigten "Kärntner Auge" umgebaut. Bisher gibt es dort als Raumteiler beim Ausgang Geländer, die vorwiegend von jungen Asylwerbern als Sitzgelegenheit verwendet wurden. Stattdessen werden  dort nun 1,50 Meter hohe Stahlstangen aufgestellt.

Befragung unter jungen Asylwerbern
Zusätzlich haben die Bundesbahnen und die Stadt Linz die Caritas beauftragt, eine Befragung unter den jungen Asylwerbern durchzuführen, um diese im Anschluss dann besser betreuen zu können.

Kein "Herumschieben von Randgruppen"
Bürgermeister Klaus Luger (SP) sieht darin einen Schlüssel zum weiteren Vorgehen und spricht sich gegen ein "Herumschieben der Randgruppen" aus. ÖVP und FPÖ fordern ein zeitweiliges Alkoholverbot und WLAN-Beschränkung.

Weniger Delikte
Laut Landespolizeidirektor-Vize Erwin Fuchs gingen die Delikte am Bahnhof heuer um 20 Prozent zurück, insgesamt wurden  917 Straftaten angezeigt.

ÖBB-Vorstand Silvia Angelo ist die Sicherheit der Bahnkunden ein Anliegen. Sie lässt nun auch erheben, warum es am Linzer Bahnhof so zugeht.

"Krone": Die ÖBB und die Stadt Linz haben die Caritas mit einer Umfrage unter jungen Asylwerbern beauftragt. Das ist ein recht ungewöhnlicher Schritt.
Silvia Angelo: Von dem wir uns aber einiges erwarten. Wir wollen wissen, warum so viele junge Asylwerber am Linzer Bahnhof sind. Jeder hat seine eigene Vermutung dazu. Von der Umfrage durch die Caritas, die drei Wochen lang mit Fragebogen durchgeführt wurde, erhoffen wir uns neue Erkenntnisse.

"Krone": Die ÖBB haben einiges in mehr Sicherheit investiert.
Angelo: Wir haben am Linzer Hauptbahnhof nunmehr 95 Videokameras im Einsatz, unsere Securitys wurden mit Body-Cams ausgerüstet. Es gab auch tatsächlich einen Rückgang bei  Delikten.

Christoph Gantner, Kronen Zeitung

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