Sa, 18. November 2017

Herbstlicher Genuss

24.10.2017 11:14

Vielfältig: Was Sie aus Maroni alles machen können

Kaum beginnen die Temperaturen zu sinken, findet man die Maronibrater an jeder Ecke und erschnuppert den köstlichen Duft von gerösteten Maroni in der Luft. Doch man kann die Esskastanien nicht nur gebraten genießen, ihr Einsatzbereich ist wirklich vielfältig. Was Sie mit Maroni alles zaubern können, erfahren Sie hier.

Woher kommen Maroni eigentlich?
Maroni stammen ursprünglich aus dem kaukasisch-armenischen Gebiet. Sie dürften in der Zeit zwischen dem 7. und 9. Jahrhundert als Obstbäume in der Gegend des Schwarzen Meeres kultiviert worden sein und haben von dort aus ihren Siegeszug nach Europa angetreten. Der Baum zählt zur Gruppe der Buchen und trägt kleine Nüsse - die Maroni.

Man unterscheidet bei Esskastanien generell Edelkastanien und Maroni, wobei Erstere oft größer und rundlicher sind, aber nicht so intensiv schmecken wie die Maroni. Aber Achtung: Die hierzulande weit verbreitete Rosskastanie ist keinesfalls zum Verzehr geeignet, sie ist giftig.

Gesunde Sattmacher
Trotz ihres hohen Stärkegehalts braucht man beim Verzehr der Maroni kein schlechtes Gewissen zu haben. Denn sie sind zwar sättigend, doch mit rund 210 Kalorien pro 100 Gramm kein Dickmacher - und noch dazu prall gefüllt mit wertvollen Inhaltsstoffen wie Vitamin C und B sowie Magnesium und Phosphor.

Gute Maroni gehen unter
Sie sollten schon beim Kauf bzw. Sammeln der Maroni auf eine feste und glatte Schale achten, denn fleckige, schrumpelig-weiche Früchte sind nicht mehr genießbar. Zu Hause können Sie ganz leicht überprüfen, welche Maroni noch gut sind: Einfach die Maroni in eine Schüssel mit Wasser legen: Gehen sie unter, können Sie sie verarbeiten. Die "Schwimmer" wandern in den Müll. Maroni müssen innerhalb etwa einer Woche verwendet werden, da sich ihre Haltbarkeit auch im Kühlschrank nicht verlängern lässt.

Wie kocht man Maroni richtig?
Die Schale sollte an der spitz zulaufenden Seite mit einem Messer kreuzweise eingeschnitten werden. Die Esskastanien werden dann in kochendes Salzwasser gelegt und 15 Minuten gekocht. Danach einfach kalt abschrecken und etwas abtropfen lassen. Die Schale lässt sich dann leicht abziehen.

Beim Braten schneiden Sie die Schale an der runden Seite mit einem scharfen Messer ein und lassen die Maroni im Backrohr bei 200 Grad Celsius etwa zehn bis 20 Minuten braten, bis sich die Schale von der Frucht löst. Damit die Maroni dabei jedoch nicht austrocknen, ist es empfehlenswert, ein Schälchen mit Wasser in den Ofen dazuzustellen, damit der Wasserdampf die Maroni befeuchtet. Die Schale lässt sich dann leicht aufbrechen, bei frischen Maroni ist auch der braune Filz leicht abzulösen. Das Rösten kann auch in der Pfanne gemacht werden, da hier die Maroni weniger stark austrocknen.

Geschmacklich verfeinern können Sie Maroni gut mit Salz, Muskat, Kümmel oder Rotwein, wenn Sie sie zu salzigen Gerichten verarbeiten. Bei süßen Gerichten passen Zucker, Honig oder Sirup, Nüsse oder Schlagobers, um die fein-nussige Note zu verstärken.

Einsatzgebiete
Maroni können nach dem Kochen oder Braten auf vielerlei Arten weiterverarbeitet werden. Sie passen aufgrund ihres intensiven Geschmacks gut zu Geflügelgerichten, wie etwa Gans oder Truthahn. Auch ergänzen sie Rotkraut wunderbar und können passiert zu geschmacklich ausgezeichneten Füllungen für diverse Fleisch- und Strudelgerichte verarbeitet werden.

Generell können Sie mit Maroni immer dann arbeiten, wenn Sie eine gute, nussige Note in Ihrem Gericht wünschen. Probieren Sie doch einfach einmal, Fleisch abzubraten und gehackte Maroni in der Pfanne mitbraten zu lassen. Auch in einem Geschnetzelten machen sich zerkleinerte, gekochte Maroni wirklich gut.

 krone.at
Redaktion
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