Mi, 22. November 2017

Polizei ermittelt

22.10.2017 08:27

Großbrand in Entsorgungsfirma: Feuer wohl gelegt

Nach dem Großeinsatz für rund 200 Feuerwehrleute im Bezirk Eisenstadt-Umgebung - im Entsorgungsunternehmen Hackl im burgenländischen Wulkaprodersdorf war in der Nacht auf Samstag ein Brand ausgebrochen - laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Denn über die Ursache des Feuers herrscht Rätselraten. Hinweise, dass das Feuer womöglich gelegt worden war, mehren sich. Bei dem Inferno wurden zwei Hallen sowie eine teure Aufbereitungsanlage zerstört. Der Schaden wird derzeit auf mehrere Millionen Euro geschätzt.

Die letzte Schicht war gerade nach Hause gegangen, als bei Firmenchef Oswald Hackl am Handy der Brandalarm einging. "Ich bin sofort zu meiner Firma gerast und war noch vor den Einsatzkräften da", erzählt Hackl. Nur wenige Minuten später trafen dann die ersten Feuerwehrleute ein. Doch da stand eine der Hallen, in der PET-Flaschen gelagert waren, bereits in Vollbrand.

Die lodernden Flammen waren kilometerweit zu sehen. Mit mehr als 200 Mann und 70 Einsatzfahrzeugen versuchten die Helfer, ein Übergreifen der Flammen auf andere Gebäude zu verhindern. Bis in die frühen Morgenstunden standen die Einsatzkräfte im Dauereinsatz. Das benötigte Löschwasser wurde auch aus der nahe gelegenen Wulka gepumpt. Dennoch wurde auch eine zweite Halle sowie die Aufbereitungsanlage zerstört.

War es Brandstiftung?
Brandermittler suchen jetzt nach der Ursache für das Unglück. Für Oswald Hackl ist auch Brandstiftung denkbar. "Als ich nach der Alarmierung zum Firmengelände gefahren bin, ist mir ein Auto entgegengekommen. Das ist auf dieser Strecke um diese Uhrzeit eher ungewöhnlich", so der geschockte Unternehmer. Da er sehr genaue Angaben zu dem Kennzeichen machen konnte, hat die Polizei die Ermittlungen bereits aufgenommen.

Zudem sprechen die niedrigen Außentemperaturen gegen eine Selbstentzündung. Ebenso sei ungewöhnlich, dass ein Feuer zugleich an zwei wenige Meter voneinander entfernten Stellen ausbreche, so Hackl. Die Arbeit in den beiden zerstörten Hallen muss sicher für einige Monate ruhen.



Sabine Oberhauser, Kronen Zeitung/krone.at

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