Fr, 24. November 2017

Verdächtiger gefasst

21.10.2017 15:09

Acht Verletzte bei Messerattacke in München

Ein 33-jähriger Mann hat Samstagfrüh in der bayrischen Landeshauptstadt München acht Personen mit einem Messer angegriffen und leicht verletzt. Laut Polizeiangaben erlitt niemand lebensbedrohliche Verletzungen. Nach einer Großfahndung rund um den Rosenheimer Platz wurde der Verdächtige zu Mittag festgenommen.

Zur Zahl der Verletzten - und dazu, wie schwer diese verletzt wurden - gab es zunächst unterschiedliche Informationen. Nach Angaben der Polizei von Samstagmittag wurden bei den Angriffen acht Menschen leicht verletzt.

Der Mann, der zu fliehen versucht hatte, sei um 11.40 Uhr in der Nähe der Ottobrunner Straße gefasst worden, die Beschreibung habe auf ihn gepasst, sagte der Polizeisprecher. Der Gefasste sei dringend tatverdächtig. Das Motiv und die Hintergründe sind noch unklar.



Täter suchte seine Opfer wahllos aus
Der Täter stach ab 8.15 Uhr an sechs einander nahe gelegenen Tatorten zu - unter anderem am Rosenheimer Platz, am Paulaner Platz und in der Ständlerstraße. Der Verdächtige habe seine Opfer wahllos ausgesucht, so die Polizei. Acht Menschen wurden dabei durch Stiche und Schläge leicht verletzt. Bei den Opfern handle es sich um sechs Männer, einen zwölf Jahren alten Buben sowie eine Frau, teilte die Polizei am Nachmittag mit. Bei den männlichen Opfern handle es sich um fünf Deutsche, einen Rumänen und einen Italiener, die ebenfalls attackierte Frau sei eine Deutsche. Alle wurden ambulant ärztlich versorgt.

Angriffe "aus heiterem Himmel"
Nach den Worten von Bayerns Innenminister Herrmann handelte der Angreifer "aus heiterem Himmel" und mit handfester Gewalt. Der Mann sei wahllos mit einem Messer auf Passanten losgegangen, sagte Herrmann am Samstag. Es sei Großalarm ausgelöst worden. Wie die Polizei mitteilte, ist der Täter deutscher Staatsbürger und in München gemeldet.

Täter hat vermutlich psychische Probleme
Man geht davon aus, dass die Taten aus einer psychischen Störung heraus begangen wurden. Der Messerangreifer mache keine Angaben, hieß es am Samstagnachmittag bei einer Pressekonferenz. Er sei der Exekutive in der Vergangenheit wegen gefährlicher Körperverletzung bekannt geworden.

Nach den Attacken hatte die Polizei die Anrainer rund um die Tatorte am Rosenheimer Platz über den Kurznachrichtendienst Twitter dazu aufgerufen, in ihren Häusern zu bleiben und den Platz zu meiden.

In der ganzen Stadt waren die Sirenen der Polizeiautos zu hören, die zu dem Einsatz im Stadtteil Haidhausen zusammengezogen wurden. "Wir fahnden mit allen verfügbaren Polizeikräften nach dem Täter", twitterte die Polizei am Vormittag. Ersthelfer vor Ort teilten zudem mit, dass alle Opfer versorgt worden seien.

In München waren viele Menschen schnell alarmiert und fühlten sich an den Amoklauf im Juli des Vorjahres erinnert. Damals hatte ein 18-Jähriger neun Menschen erschossen.

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Redaktion
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