Fr, 24. November 2017

„Feuer mit Feuer“

20.10.2017 17:54

Nordkorea: „Atomwaffen zielen nur auf die USA“

Das atomare Säbelrasseln zwischen den USA und Nordkorea geht munter weiter: "Unser Führer Kim Jong Un hat unseren Standpunkt klargestellt: Wir werden die Amerikaner zum Frieden zwingen und auf Feuer mit Feuer antworten", sagte die Leiterin der Nordamerika-Abteilung des nordkoreanischen Außenministeriums - eine ranghohe Diplomatin - am Freitag in Moskau. Die Atomwaffen des Landes seien ausschließlich auf die USA gerichtet, so Choe Son Hui weiter.

Nur die Vereinigten Staaten drohten mit einem nuklearen Angriff auf Nordkorea, sagte Choe Son Hui bei einer Konferenz über die Nichtverbreitung von Massenvernichtungswaffen. Die Atombewaffnung ihres Landes diene deshalb nur der Abschreckung.

Der Agentur Tass zufolge habe Nordkorea fast eine strategische Balance mit den USA erreicht. "Unser Ziel ist, eine vollständige Balance zu erreichen, damit die USA nicht mehr wagen, mit Krieg gegen Nordkorea zu drohen."

Verhandlungen mit den USA über das umstrittene Atomprogramm Nordkoreas wird es jedenfalls laut der hochrangigen Diplomatin nicht geben. Der Besitz von Nuklearwaffen sei für das Land "eine Frage von Leben und Tod", zitierte die Nachrichtenagentur Ria Choe am Freitag.

CIA-Chef: Nordkorea womöglich bald vor Atomwaffen-Durchbruch
Nach Auffassung von CIA-Chef Mike Pompeo müssten die USA davon ausgehen, dass Nordkorea kurz vor der Entwicklung einer atomwaffenfähigen Langstreckenrakete stehen könnte. Pompeo sagte bei einer Konferenz in Washington, US-Präsident Donald Trump sei entschlossen, dies zu verhindern. Gemeinsam mit Trumps Sicherheitsberater Herbert Raymond McMaster erklärte Pompeo, der Einsatz des US-Militärs bleibe eine Option, um Nordkorea von der Entwicklung einer solchen Waffe abzuhalten.

Beide Sicherheitsexperten betonten jedoch, Trump ziehe Sanktionen und Diplomatie vor, um Nordkoreas Machthaber Kim zu Verhandlungen über Abrüstung zu bewegen. CIA-Chef Pompeo erklärte, US-Geheimdienste hätten das nordkoreanische Waffenprogramm in der Vergangenheit beobachtet, es mache nun aber zu schnelle Fortschritte, sodass unklar sei, wann es sein Ziel erreichen könnte. "Wir sind nicht zu spät, aber uns läuft die Zeit davon", sagte McMaster.

Nordkoreas Führung hat die Weltgemeinschaft mit anhaltenden Atombomben- und mehreren Raketentests aufgeschreckt. Das kommunistische Land arbeitet an atomwaffentauglichen Raketen, mit denen das US-Festland erreicht werden kann. Der UN-Sicherheitsrat verschärfte in den vergangenen Monaten mehrfach seine Sanktionen gegen Nordkorea.

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