Mo, 20. November 2017

Linzer Anwalt:

20.10.2017 16:13

„Swap-Vertrag ist sicher ungültig“

Nach fast sechs Jahren Gerichtsanhängigeit spitzt sich der Swap-Prozess zwischen Stadt Linz und Bawag auf die Frage Gültigkeit oder Ungültigkeit des ruinösen Franken-Deals zu - ausgerechnet in der Zeit während des Börsegangs der Bank. Der Linzer Anwalt Gerhard Rotner bekräftigt, dass der Swap sicher ungültig sei.

"Nach wie vor ist für mich völlig klar: Dieser Vertrag ist nicht gültig zustandegekommen", sagt Rothner, Swap-Chefanwalt auf Linzer Seite. Und auf diese Frage spitzt sich derzeit der noch immer beim Handelsgericbht Wien anhängige Swap-Prozess zu. Dies zu einem für die Bawag eher heiklen Zeitpunkt, läuft doch derzeit die Zeichnungsfrist für Bawag-Aktien beim Börsegang der Bank. Daher gibt es derzeit von der Bawag auch keine aktuellen Infos zum Swap-Prozess; auch die vor langer Zeit extra eingerichtete Seite www.swap-linz.at ist praktisch stillgelegt. Dafür veröffentlicht Linz auf der Seite www.swap4175.at jetzt eigene aktuelle Schriftsätze und einen der Bank, den diese der "Krone" extra unter Verweis auf den Börsegang nicht übergeben wollte.

Verhandlung ja, aber nicht jetzt
Darin beantragt  die Bawag zur Erörterung aktueller Prozessfragen zwar eine Verhandlungsrunde, aber (sinngemäß) bitte nicht jetzt, sondern erst nach Vorliegen des Ergänzungsgutachtens über diverse Swap-Fragen zu Jahresende. Die Bitte der Bawag ließ das Gericht aber kalt - für 30. Oktober ist ein neuer Prozesstermin anberaumt.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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