Do, 14. Dezember 2017

Tresor-App "Nude"

20.10.2017 13:36

Dieses Tool sucht mit KI nach Ihren Nacktfotos

Smartphones haben unser Leben nicht nur erleichtert, sondern es auch mit neuen Gefahren angereichert - bei vielen jungen Menschen etwa mit am Handy gespeicherten Nacktfotos, die leicht in die falschen Hände geraten. Ein US-Start-up will "Sexting"-Fans nun vor diesem Schicksal schützen und hat eine iPhone-App entwickelt, die mithilfe künstlicher Intelligenz automatisch alle Nacktfotos am Smartphone identifiziert und sie in einen passwortgeschützten Bereich verschiebt. Trainiert hat der Nacktfoto-Scanner auf der Porno-Website Pornhub.

"Sexting" ist heute vor allem unter Jugendlichen Gang und Gäbe. Jeder dritte Jugendliche in Österreich hat bereits Nacktaufnahmen auf sein Handy geschickt bekommen, geht aus Studien hervor. Doch der Trend zum pikanten Bildaustausch birgt Risiken: Sogenannte Rachepornos, bei denen Ex-Partner die Bildchen ihrer Verflossenen ins Netz posten, sind in den letzten Jahren zu einem ernsten Problem geworden. Und auch beim unverfänglichen Fotoschauen am Smartphone können zwischen Katzen- und Kinderfotos gerutschte Nacktfotos schnell peinlich werden.

Die App "Nude" für iOS will nun die Lösung sein. Wie das IT-Portal "The Verge" berichtet, scannt die von Studenten der Universität Berkeley entwickelte Anwendung mithilfe künstlicher Intelligenz automatisch nach Nacktfotos am Smartphone. Wird sie fündig, werden die Bilder nach der Bestätigung durch den Nutzer automatisch in einen passwortgeschützten Bereich innerhalb der App verschoben und aus dem für jeden zugänglichen Fotoalbum sowie der iCloud gelöscht.

KI wurde mit 30 Millionen Pornos trainiert
Damit die App Nacktbilder zuverlässig erkennt, haben die Studenten sie mit öffentlich zugänglichem Material "trainiert": 30 Millionen Bilder von der Porno-Website Pornhub. Die Erkennungsleistung sei damit bereits auf sehr hohem Niveau, heißt es von den Machern der App. Komplett Fehlerfrei läuft die Nacktbild-Erkennung allerdings noch nicht ab: Männerbrüste werden etwa bisweilen als pikant eingestuft. Das werde sich mit der Zeit aber bessern, versprechen die Nude-Macher.

Die Idee für die App ist den Studenten gekommen, nachdem eine von ihnen für einen Dokumentarfilm Hollywood-Stars interviewt hat. Schauspielerinnen hätten häufig angegeben, sensible Fotos oder Videos auf ihren Smartphones und Laptops zu horten - und daran zu zweifeln, dass sie dort sicher seien. Bedenken, welche die Stars zu Recht haben: Schon vor drei Jahren hat ein Hacker enormes Aufsehen erregt, als es ihm gelang, in die iCloud-Konten etlicher Promis einzudringen und dort Nacktfotos von Stars wie Avril Lavigne, Rihanna oder Kate Upton zu entwenden.

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Redaktion
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