Mi, 13. Dezember 2017

Keine Lust auf Job

20.10.2017 11:45

US-Geheimdienst feuert Sprengstoff-Hündin "Lulu"

Hunde sind Sozialpartner für den Menschen, übernehmen aber auch zahlreiche wichtige Jobs - etwa als Führhunde für sehbehinderte Menschen, Lawinenretter oder Polizisten auf vier Beinen. Labrador-Dame "Lulu" hat es sogar bis ins Trainingsprogramm der CIA, also des US-Geheimdienstes geschafft, und sollte dort lernen, Sprengstoff zu erschnüffeln. Doch die Hündin fand diesen Job gar nicht Bombe - und wurde nun öffentlichwirksam "gekündigt".

Für einen Arbeitshund ist es unerlässlich, dass seine Aufgabe ihm Spaß macht. Nur dann stöbert der Vierbeiner mit vollster Konzentration nach vermissten Menschen, Drogenverstecken oder Falschgeld. Das weiß man auch bei der Central Intelligence Agency (CIA) in den USA, wo die Vierbeiner in Ausbildung mit Futter, Spiel und Lob ausgebildet werden. Labrador "Lulu" sollte eigentlich lernen, Sprengstoffe zu finden - aber darauf hatte sie schlichtweg keine Lust.

"Jeder unserer Hunde hat einmal einen schlechten Tag", schreibt die CIA auf ihrer Webseite, wo ein Statement zu "Lulus" Kündigung veröffentlicht wurde. "Aber manche von ihnen sind nicht für diesen Job gemacht. 'Lulu' war einfach nicht an der Sprengstoffsuche interessiert und hatte keinen Spaß dabei - also haben wir entschieden, dass es für sie das Beste wäre, aus unserem Programm auszuscheiden."

Die Labradordame wurde von ihrem Hundeführer adoptiert und darf jetzt ein Leben als gewöhnlicher Haushund führen - inklusive Spielen mit den Kindern, Jagen von Eichhörnchen im Garten und Betteln am Esstisch. "Wir werden 'Lulu' vermissen, aber für sie war es die richtige Entscheidung", so das CIA-Statement. "Wir wünschen ihr alles Gute für ihr neues Leben!"

Federführend auf dem Gebiet der Suchhunde-Ausbildung ist übrigens der Österreicher Wolfgang Gleichweit. Er trainierte im Jahr 1996 den ersten Sprengstoff-Suchhund des Landes und ab 2008 schließlich die ersten Krebssuchhunde weltweit. Die Vierbeiner erschnüffeln den Krebs in Atemluft, Speichel und Urin.

Denise Zöhrer
Denise Zöhrer
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