Fr, 24. November 2017

„Aktion scharf“

20.10.2017 09:11

Drahtesel-Rowdys im Visier der Innsbrucker Polizei

Jagd auf Fahrradfahrer, die es mit den Verkehrsregeln nicht so genau nehmen, machte die Polizei am Mittwoch in Innsbruck! Die Bilanz der mehrstündigen Schwerpunktaktion: 100 Radler wurden zur Kasse gebeten, acht haben nun eine Anzeige am Hals. Weitere 61 "Drahtesel-Rowdys" bekamen eine Abmahnung.

Noch schnell bei Rot über die Ampel flitzen, am Gehsteig oder in der Fußgängerzone fahren, SMS schreiben und Co.: Wer mit offenen Augen durch die Stadt geht, der weiß, dass der eine oder andere Radfahrer offenbar nicht sonderlich viel von den Verkehrsregeln hält. Immer wieder kommt es zu brenzligen Situationen, die nicht selten mit schweren Unfällen samt Verletzten enden.

Um den "Rowdys" auf den Drahteseln den Kampf anzusagen, führte die Innsbrucker Exekutive am Mittwoch einmal mehr eine "Aktion scharf" durch. Das Augenmerk der Beamten lag vor allem auf dem Fahrverhalten der Radler, aber auch auf der Ausrüstung sowie dem Zustand der Räder.

108 "Verkehrssünden" in sechs Stunden

Im Zuge der sechsstündigen Schwerpunktkontrolle wurden laut Polizei 108 Übertretungen verzeichnet. 100 Fahrradfahrer bekamen eine Organstrafverfügung bzw. wurden sofort zur Kasse gebeten. Acht erhielten eine Anzeige und weitere 61 eine Abmahnung.

Die Liste der Vergehen, die sich die Verkehrssünder auf zwei Rädern "geleistet" hatten, ist lang. Oft wurden Fahrverbote und Ampelregelungen missachtet. In einigen Fällen wurde das Fahren auf Gehsteigen bzw. in Fußgängerzonen bestraft. Zudem wurden beim einen oder anderen Drahtesel zum Teil grobe Mängel festgestellt.

Appell der Polizei: "Das falsche Fahrverhalten ist oft Hauptursache für schwere Unfälle. Deshalb sollten sich unbedingt alle an die Verkehrsregeln halten. Auch sollte verstärkt Rücksicht auf Fußgänger, vor allem bei Schutzwegen, genommen werden. Natürlich muss auch das Rad entsprechend ausgerüstet sein. Stichwort: Licht."

Hubert Rauth, Kronen Zeitung

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