Do, 23. November 2017

Rezvani Tank

19.10.2017 23:19

Straßenmonster mit 500 PS: DAS ist ein SUV!

Umweltschützer beschimpfen SUVs gerne als unnötige, protzige Spritschluck-Monster - obwohl die meisten Fahrzeuge dieser Gattung ganz vernünftige Fahrzeuge vom Schlage eines Kia Stonic, Opel Mokka, VW Tiguan usw. sind. Doch hier haben wir ein SUV, auf das zu schimpfen sich wirklich lohnt: den Rezvani Tank. Ein unnötiges, protziges Spritschluckmonster, bei dem Umweltschützer und Benzinbrüder gleichermaßen Schnappatmung bekommen - nur aus unterschiedlichen Gründen.

Was aussieht wie eine russische Oligarchen-Sonderanfertigung, stammt in Wirklichkeit aus Irvine im US-Bundesstaat Kalifornien, wo die Extrem-Sportwagen-Manufaktur Rezvani Motors ihren Sitz hat. Mit dieser Firma erfüllte sich Gründer Ferris Rezvani seinen Traum, Autos zu bauen, die den gleichen Thrill vermitteln wie das Steuern eines F-4-Kampfjets. Sein Erstlingswerk war der Rezvani Beast, ein Roadster auf Basis des Ariel Atom mit CFK-Karosserie und 500 PS, von dem es mittlerweile auch eine Coupé-Version gibt.

"Tank", der Modellname des SUVs bedeutet übersetzt "Panzer", und das ist durchaus wörtlich zu nehmen, denn Rezvani bietet gegen Aufpreis eine Vollpanzerung nach B4-, B6- oder B7-Standard an (40.000 bis 95.000 Euro Aufpreis), samt kugelsicheren Scheiben und Runflat-Reifen nach Militärstandard. Aber im Einzelnen: Die technische Basis des Tank ist der Jeep Wrangler, er baut also auf einem Leiterrahmen auf. Die Karosserie ist vor allem martialisch und groß: Der Tank ist 4,98 Meter lang, 2,13 Meter breit und 2,10 Meter hoch, sieht aber schwerer aus, als er ist: Ohne Panzerung wiegt er knapp zwei Tonnen.

Die elektrisch betriebenen Türen öffnen gegenläufig und geben einen luxuriösen Innenraum frei. Wie luxuriös er ist, ist eine Frage des Geldes. Auch die technische Ausstattung lässt kaum Wünsche offen, vom Top-Infotainment über ein Head-up-Display bis zum Nachtsichtgerät mit Wärmebildkamera.

Dass der Rezvani Tank über ausreichende Geländeeigenschaften verfügt, dürfte außer Frage stehen. Der Allradantrieb ist zuschaltbar, die Bodenfreiheit wird lediglich als hoch beschrieben. 37-Zoll-Felgen und ein spezielles Fahrwerk lassen sich als Offroad-Paket ordern.

Basismotor ist ein 3,6-Liter-V6-Benziner mit 285 PS und 350 Nm, das passende Triebwerk ist aber der 6,4-Liter-V8-SRT-Motor von Chrysler, denn 500 PS sollten es dann doch sein.

Wer Interesse hat, kann sich seinen persönlichen Tank-Truck online bestellen; die ersten Exemplare sollen noch dieses Jahr ausgeliefert werden. Einstiegspreis: 178.000 Dollar zuzüglich Steuern. Dafür bekommt man auch zehn Kia Stonic.

Stephan Schätzl
Redakteur
Stephan Schätzl
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