Do, 23. November 2017

Weihnachtsgeschenke

19.10.2017 12:14

Einfach schenken kann so schwer sein

Die Liebsten zu Weihnachten beschenken kann so einfach sein - oder? Wie genau kennt man deren Geschenk-Vorlieben wirklich? Und wie kann man es, gerade bei längeren Partnerschaften, schaffen, dass sich die Präsente nicht wiederholen und den Anderen langweilen? Wie sorgt man bei Kindern dafür, dass diese nicht zu dürftig und nicht zu reich beschenkt werden, da Schenken auch immer etwas mit Erziehung zu tun hat? Damit man diese schwierigen Probleme lösen kann, soll der folgende Artikel ein paar Tipps geben, wie das Schenken einfacher funktionieren kann.

Aufmerksamkeit ist der Schlüssel

Der erste Schritt, um das richtige Geschenk zu machen, ist es, gegenüber Freunden und Verwandten schon lange vor dem Weihnachtsfest aufmerksam zu sein. Das heißt nicht, dass man hier schon unbedingt kleine Geschenke machen müsste - nein, es geht um etwas viel Wichtigeres: Hören Sie Ihren Nächsten genau zu, um herauszufinden, was diese sich am meisten wünschen. Dabei geht es nicht darum, dass man zuhören muss, um dauernd die geheimen und konkreten Wünsche seiner Mitmenschen zu registrieren. Es geht vielmehr um Richtungen und Tendenzen. Hat man beispielsweise eine Partnerin, die leidenschaftlich gern Musik einer bestimmen Richtung hört, sollte man ein wenig in diese Richtung recherchieren und nachhaken - aber immer subtil genug, um nicht aufzufliegen, denn dann ist die eingeschlagene Richtung nicht mehr weiter gangbar.

Aufmerksamkeit ist dabei nicht nur im Gespräch der Schlüssel. Wir wollen ja schließlich, unter anderem der sogenannten Reziprozität geschuldet, unseren Liebsten etwas zurückgeben. Manche Persönlichkeiten sind aber regelrecht verschlossen und wollen, dass man ihre Wünsche selbst herausfindet. Nun, beobachten sie dezent ihre Freunde und Bekannten beim Surfen oder wenn Sie mit ihnen durch die Stadt bummeln. Welche Schaufenster ziehen sie besonders magisch an? Was scheint sie eher abzuschrecken? Wie äußern sie sich, wenn sie vor den dargebotenen Produkten stehen? Dabei ist natürlich wichtig, Vorsicht walten zu lassen und nie zu offensichtlich nachzuhaken. Seien sie ausnahmsweise das, was man in Beziehungen sonst nie sein sollte, nämlich heimlich, still und leise.

Außergewöhnlich schenken ist der Schlüssel

Oftmals haben wir zwar eine Ahnung, in welche Richtung die Geschmäcker gehen - aber leider keine, was wir tun sollen, um die Bedürfnisse angemessen zu befriedigen. Stattdessen lassen wir uns immer wieder zu den langweiligsten Gutscheingeschenken hinreißen, die man sich vorstellen kann. Aber es lohnt sich, sich hier einmal anzustrengen und abseits der ausgelatschten Pfade zu wandeln! Warum sollte man seinen Liebsten nicht einmal etwas Außergewöhnliches schenken, vielleicht sogar ein außergewöhnliches, nicht alltägliches Erlebnis? Wenn der Partner beispielsweise ewig von bestimmten Städten schwärmt, ist es doch nur das Naheliegendste, ihm einen Städtetrip an eben jenen Ort zu schicken. Ist die Frau vom Alltagsstress geplättet, muss es nicht einmal der Bummel durch eine Stadt sein. Dann ist es eher empfehlenswert, ganz auf Entspannung zu setzen und sich in ein Wellness-Hotel zurückzuziehen, wo es tatsächlich einmal nur um die eigene Person geht. Denn im Alltag dreht sich der eigene Fokus oft genug um andere Menschen!

Erlebnis oder Gegenstand?

Aber Vorsicht! Nicht alle Menschen mögen es, mit Erlebnissen beschenkt zu werden. Sie sind ihnen zu flüchtig, und selbst Fotografien zaubern ihnen anschließend kaum noch ein Lächeln auf die Lippen. Stattdessen hätten sie vielleicht lieber ein tolles, gegenständliches Geschenk gehabt, über das sie sich sehr gefreut hätten. Andere hingegen können gar nichts mit dem persönlichsten Gegenstand anfangen und wollen lieber etwas Action, zum Beispiel einen Sprung mit dem Bungee-Jumping-Seil.

Fraglich ist hier vor allem, ob man ein wirklich schönes, gegenständliches Geschenk findet. Handelt es sich beispielsweise zum wiederholten Male um einen Amazon-Gutschein, und sei er noch so wertvoll, so wählt man lieber ein persönlicheres Geschenk - oder eben ein Erlebnis. Für Menschen, die Erlebnisse lieben und dafür alles tun, ist hingegen wichtig, einen wirklich eindrucksvolles Event zu kreieren und sie nicht zu langweilen. Wer nicht weiß, welchem Typ die Nächsten angehören: Schauen Sie doch einfach darauf, ob die Angehörigen eher gemütliche Typen sind, die auch gern zuhause bleiben oder solche, die ständig Action wollen und es keine drei Minuten auf der Couch aushalten.

Heikles Terrain: Schmuck schenken

Zu den wirklich heißeren Eisen beim Schenken gehört der Schmuck. Denn dabei kann man genauso - im wahrsten Sinne des Wortes- goldrichtig liegen, wie man sich völlig verzetteln kann. Schmuckgeschenke sind hochindividuell und deshalb auch sehr persönlich, aber entsprechend schmal ist der Grat zwischen riesiger Freunde und ebenso eindrücklicher Enttäuschung. Deshalb ist es wichtig, hier wieder die vorhin angesprochen Aufmerksamkeit walten zu lassen - aber mit einem anderen Fokus.

Gerade, wenn es darum geht, eine Dame zu beschenken, sollten die Herren der Schöpfung ihre ganze Beobachtungsgabe zum Einsatz bringen. Fraglich ist nämlich, was für einen Geschmack sie hat. Handelt es sich eher um verspielten oder um schlichten Schmuck? Trägt sie gern Ohrringe oder hat sie so gut wie nie welche an? Kann man den Stil näher klassifizieren, mag sie zum Beispiel den Jugendstil besonders gern? Daran sollte man seine Auswahl ausrichten. Spricht sie ab und zu von einem bestimmten Modestil, ist natürlich wiederum gutes Zuhören gefragt.

Ein völliger Super-Gau ist natürlich immer dann in der Nähe, wenn man die Modeschmuckstücke, die sie trägt, einfach kopiert und ihr im schlimmsten Fall mehr vom gleichen Produkt schenkt - das spricht zwar für eine gute Beobachtungsgabe, aber leider auch für eine völlige Abwesenheit von Kreativität. Aus diesem Grund ist der Grat ja so schmal: Männer müssen einerseits den Geschmack von Frauen treffen, ihn aber auf der anderen Seite auch wiederum variieren, sodass keine bloße und geschmacklose, ja vielleicht sogar kitschige Kopie entsteht. Im besten Fall ist es Männern so sogar möglich, dem Stil der eigenen Gattin ein paar Facette hinzuzufügen!

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