Sa, 18. November 2017

Weitere Betroffene?

19.10.2017 08:30

Mann nach OP impotent: Ermittlungen gegen Arzt

Wegen eines möglichen Kunstfehlers hat die Staatsanwaltschaft jetzt Ermittlungen gegen einen Urologen aufgenommen, der auf Erektionsstörungen spezialisiert ist. Ein Patient, der zur Behebung seiner Dysfunktion operiert wurde, ist nun zu überhaupt keiner Erektion mehr fähig. Laut einem Anwalt seien sieben weitere Männer betroffen, zwei von ihnen sollen sich das Leben genommen haben.

Bei der Operation eines Wiener Urologen ist offenbar einiges schiefgegangen: Der Arzt habe laut der ORF-Sendung "Bürgeranwalt" versprochen, den Leidensweg des jungen Patienten zu beenden - doch es kam anders. Statt dass seine Erektionsstörungen behoben wurden, ist der Mann nun zu überhaupt keiner Erektion mehr fähig. Ursache dafür: Es wurden möglicherweise entscheidende Blutgefäße durchtrennt.

Wochenlang vertröstet
Nach dem Eingriff, der 3500 Euro gekostet hat, litt der Patient zunächst an starken Schmerzen. Laut eigenen Angaben kontaktierte er deshalb den Urologen, der ihn jedoch wochenlang vertröstete und meinte, dass dies normal sein. Im AKH stellte man letztendlich fest, dass sich das Verödungsmittel im Schwellkörpergewebe verteilte.

Ermittlungen wegen Körperverletzung
Da die Operation nicht notwendig gewesen wäre, liegt laut dem Anwalt des Betroffenen Körperverletzung vor. Der Urologe - er operiert in zwei Privatspitälern - wies diese Vorwürfe über seinen Rechtsverteidiger zurück. Laut ihm sei die Operation erfolgreich gewesen, allerdings habe der Patient die intensive Nachbehandlung, die notwendig gewesen wäre, nicht durchgeführt.

Ein Leben lang zeugungsunfähig
Der betroffene Patient, der nun psychisch und physisch schwerst beeinträchtig ist, habe laut Anwalt durch den Eingriff vermutlich für immer seine Zeugungsfähigkeit verloren. Außerdem gebe es sieben weitere Opfer, von denen sich zwei sogar das Leben genommen haben sollen. Der betroffene Arzt weist diese Vorwürfe entschieden zurück.

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