Di, 12. Dezember 2017

Pinkelalarm!

19.10.2017 08:51

Katzencoach Petra Ott half drei unsauberen Katzen

In Österreich gibt es nur eine Handvoll Tiercoaches, die auf Katzen spezialisiert sind, aber doppelt so viele Katzen wie Hunde. Dabei klagen viele Halter über Probleme im Zusammenleben mit ihren Stubentigern. Stellen Sie sich vor, Sie halten vier Samtpfoten, von denen drei unsauber sind - so erging es leidgeprüften Katzeneltern aus Oberösterreich. Die Situation war für sie kaum noch tragbar. Doch schließlich holten sie sich kompetente Hilfe ins Haus - den diplomierten Katzencoach Petra Ott.

Zu den beiden Katern "Micka" und "Max", Wurfgeschwister und mittlerweile zehn Jahre alt, kamen vor sieben Jahren die beiden Katzenmädchen "Maruscha" und "Mini" hinzu, die im Alter von vier Wochen von einem Bauernhof gerettet worden waren. Eine Zeit lang ging alles gut - bis Unsauberkeit zur Tagesordnung wurde. "Es fing vor etwa vier Jahren ganz plötzlich an - alle bis auf 'Mini' pinkeln überall hin, egal ob Terrassenpolster, Zimmerecken, Heizkörper oder Vorhänge", so die verzweifelten Katzenhalter.

Nerven und Erspartes aufgebraucht
Acht (!) Katzenklos, spezielle Sprays, Tropfen und Öle und sogar Tierkommunikatorinnen kosteten ein Vermögen, blieben aber erfolglos. Dazu kamen die Kosten für Renovierungsarbeiten und Neuanschaffungen - Böden und Heizkörper überlebten die unsaubere Katzenbande nicht. Doch obwohl die Nerven bei den Menschen bereits blank lagen, kam eine Abgabe der Stubentiger nie in Frage - stattdessen bat man Katzencoach Petra Ott um Hilfe.

Disharmonie in der Gruppe als Ursache
"Vor Ort wurde mir dann sofort klar: Die beiden Katzendamen verstehen sich eigentlich überhaupt nicht gut, eine von ihnen war zudem krank. Bei genauerem Hinschauen erkannte ich dann auch, dass sich die beiden Jungs eigentlich ebenfalls nicht so prickelnd finden. Und letztendlich habe ich herausgefunden, dass wir hier ein sehr stark territoriales Weibchen in der Gruppe haben, das in der Nacht gerne auch die Reviere der Kater markiert", fasst Ott die Situation zusammen. Also war die starke Disharmonie in der Gruppe der Grund für die Wildpinkelei.

Maßnahmenkatalog für die Katzeneltern
"In diesem Fall haben diese vier Katzen wirklich alles, was man sich als Stubentiger nur wünschen kann, sogar einen gesicherten und wunderschöne Katzengarten", so Petra Ott. "Zum Glück ist das Haus groß genug, um die Situation partiell und temporär aufzulösen." Dazu empfahl die Expertin passendes Futter und spezielle Beschäftigung. Für die Katzeneltern gab es außerdem noch eine Putzanleitung: "Man muss unbedingt den richtigen Geruchsneutralisierer verwenden, sonst ist das ganze Putzen für die Katz'", so Ott, und appelliert an alle Katzenhalter: "Bitte achten Sie auf die Körpersprache Ihrer Tiere, die sagt alles aus!"

Die Ausbildung zum zertifizierten Katzencoach
Am 20. Oktober 2017 findet im TierQuarTier Wien in 1220 Wien, Süßenbrunnerstraße 101 (18 Uhr) ein Informationsabend zur "Acatamy" statt- mehr dazu finden Sie HIER.

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