Di, 21. November 2017

Urteil in Berlin

18.10.2017 19:21

Polizeihubschrauber mit Laser geblendet: Haft

Vier Monate nach einer Blend-Attacke auf einen Hubschrauber ist ein 22-Jähriger in Berlin zu einem Jahr und sechs Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt worden. Der Mann wurde am Mittwoch unter anderem des versuchten gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr und der versuchten gefährlichen Körperverletzung schuldig gesprochen. Der Angriff war "äußerst gefährlich und nicht hinzunehmen", hieß es im Urteil.

Zu der Attacke war es bei Straßenkrawallen linksautonomer Gruppen gekommen. Der geständige Angeklagte hatte einen mit drei Beamten besetzten Hubschrauber der Bundespolizei, mit dem Straftaten mittels Videotechnik dokumentiert werden sollten, mit einem Laserpointer anvisiert. 55 Sekunden lang habe das grüne Licht den Hubschrauber getroffen, so die Anklage. Der 22-Jährige habe den Einsatz behindern wollen und dabei "Augenverletzungen der Besatzung und den Kontrollverlust des Piloten über die Maschine bewusst billigend in Kauf genommen".

Der 30-jährige Pilot sagte im Prozess, er und seine beiden Kollegen hätten sich durch Nachtsichtbrillen und rechtzeitiges Abwenden von der Lichtquelle schützen können. Ein solcher Angriff könne aber zum Absturz führen. Aufnahmen der Videokamera an Bord führten wenig später zur Festnahme des 22-Jährigen. Im Prozess legte der mehrfach vorbestrafte Angeklagte über seine Verteidigerin ein pauschales Geständnis ab. Das wurde strafmildernd gewertet. Das Urteil entsprach dem Antrag des Staatsanwalts. Die Verteidigerin stellte keinen konkreten Antrag, die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig.

 krone.at
Redaktion
krone.at
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden