Fr, 15. Dezember 2017

Flamingostelzen

22.10.2017 06:00

Mageralarm um Superküken Kaia Gerber

Die 16-jährige Tochter von Topmodel Cindy Crawford ist wie die Mama bereits ein Star im Schön-sein-Geschäft. Der Erfolg scheint dem Teenager aber nicht gutzutun, wie aktuelle Fotos zeigen.

Die "Oh my god"-Ausrufe beherrscht sie schon ebenso perfekt wie das Staksen über Laufstege und das laszive Posieren vor Kameras und vor dem eigenen Handy. Kaia Gerber, die Tochter des immer noch aktiven Supermodels Cindy Crawford (51) und des Unternehmers Rande Gerber (55), eifert bereits ihrer berühmten Mama nach - als fixer Teil des Fashion-Business.

Als das Mädchen nun bei der Chanel-Show in Paris transparente Overknee-Gummistiefel und Minirock trug, erntete es tosenden Applaus. Grandseigneur Karl Lagerfeld zeigte sich stolz mit seinem neuen Superküken. Aber auch Modehäuser wie Yves Saint Laurent, Prada, Fendi, Marc Jacobs, Valentino, Burberry oder Versace sind ganz hingerissen von der Crawford-Miniaturausgabe - hat sie doch die vollen Lippen, die tiefbraunen Augen, die hohen Wangenknochen und sogar den Laufstil von ihrer Mutter geerbt.

Flamingostelzen schocken Fans
Jetzt tauchen allerdings neben den vielen "Hurra"- und "Bravo"-Rufen ganz massiv empörte Kommentare auf: Kaia sei viel zu mager, einfach spindeldürr und demnach nicht gerade ideal als Vorbild für die Kids ihrer Generation. Tatsächlich erinnern ihre langen Beine an Flamingostelzen, und auch ihre T-Shirts liegen mehr auf Knochen als auf Fleisch.

Erst vor den Herbstschauen der großen Labels war sich die Modebranche doch einig, auf die Beschäftigung von Models mit einer Kleidergröße unter 34 zu verzichten. In Frankreich wurde sogar ein Gesetz erlassen, dass die Mädels ein ärztliches Gesundheitsattest brauchen, bevor sie im Schön-sein-Geschäft arbeiten dürfen.

Lagerfeld ätzt gegen Magermodelgesetz
Eine Vorschrift, die Karl Lagerfeld gar nicht gutheißt, vielmehr rotzte er: "Es sind doch nur die dicken Mütter mit ihren Chipssackerln vor dem Fernseher, die sagen, dünne Models seien hässlich." Die wandelnden Kleiderstangen, die er selbst über den Laufsteg schickt, seien selbstverständlich gesund, trotzte Lagerfeld, sie hätten nun mal von Natur aus einen schmalen Körper, keine Rede von Untergewicht.

Echt? Bei einer Tochter mit Kaias Figur würde wohl jede Mama finden, dass sie ein bisschen mehr essen soll - wenigstens Obst. Wobei der Fall der zarten Cindy-Crawford-Tochter besonders bizarr anmutet, denn die Mama war stets der wandelnde Gegenentwurf zur androgynen Dürrfigur nach Lagerfelds Geschmack. Sie galt und gilt als Inbegriff eines gesunden Models - mit Mut zu weiblichen Kurven. Vielleicht wächst sich das Töchterlein ja noch aus.

Karin Schnegdar, Kronen Zeitung

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