Di, 21. November 2017

Tauernklinik

18.10.2017 10:56

Tauernklinik: „Keine Zeit mehr verlieren!“

Jetzt ist endlich auch amtlich: Die Zeller Gemeindevertretung hat Montag abend die Neuausrichtung der Tauernklinik beschlossen. Die medizinische Zukunft in der Region soll in die Hände von zwei Arbeitsgruppen gelegt werden. In Mittersill sorgen die endlosen Experten-Runden für entsetztes Kopfschütteln.

Die geschlossene Gemeindevertretung aus Zell am See will mit dem Beschluss die Unsicherheiten der letzten Wochen beenden. "Ich freue mich über diesen beispielhaften Schulterschluss aller Fraktionen. Wir wollen alle die bestmögliche Versorgung", informiert Bürgermeister Peter Padourek.

Gemeinde Zell am See will jetzt Arbeitsgruppen gründen
Zwei fachkundige Arbeitsgruppen sollen jetzt zügig ans Werk gehen. Sie sollen die Finanzen analysieren und die gesamte Zukunft von medizinischer Versorgung und Pflege im Pinzgau unter die Lupe nehmen. Zusammenlaufen sollen die Pläne bei Geschäftsführer Franz Öller und dem aus der Pension zurückberufenen ärztlichen Leiter Prof. Rudolf Pointner. Bürgermeister Padourek: "Es lohnt sich, ein Team der besten Köpfe zu bilden." Und Finanzstadtrat Hans Thurnhofer ergänzt: "Am Ende des Tages muss das finanzielle Ergebnis für Stadt und Land passen."

Mittersiller Ortschef befürchtet neuerliche Verzögerung
In Mittersill stößt die Ankündigung von Arbeitsgruppen auf Unverständnis (siehe Interview). Zu viele Verzögerungen gab es in den letzten Jahren. Auch die Prüfung für den mehrmals verschobenen Neubau der OP-Säle in Mittersill ist noch nicht abgeschlossen. Landesvize Christian Stöckl: "Wir haben bis jetzt aus Zell am See keine Daten bekommen." Mehrere Investitionen sind in der Warteschleife: Auch der Ausbau der Radiologie im Zeller Krankenhaus wurde nach lautstarken Ankündigungen wieder verschoben. Stöckls Zeitplan: "Dass die SALK zumindest heuer noch die Betriebsführung der Tauernklinik übernehmen." Für Ende des Jahres ist eine Info-Veranstaltung geplant.

Sabine Salzmann, Kronen Zeitung

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