Di, 21. November 2017

Beißender Geruch

18.10.2017 07:09

Gift-Alarm bei Brandeinsatz in Tiroler Golfklub

Kleine Ursache, große Wirkung: Im Keller des Golfklubs Wildmoos im Gemeindegebiet von Telfs in Tirol fingen am Dienstag die Akkus eines Golfwagens Feuer. Befürchtet wurde zunächst auch ein Ammoniak-Austritt, worauf ein Großaufgebot von Einsatzkräften anrückte. Bald gab es Entwarnung. Das Lokal ist aber vorläufig nicht mehr nutzbar.

Gegen 3.45 Uhr bemerkte ein Mitarbeiter, der im Haus schlief, einen Knall und dachte zunächst an Einbrecher. Doch dann wurde klar, dass es im Keller zu einem Brand gekommen sein muss.



"Dort gibt es eine Kühlanlage. Wir mussten zunächst von der größten Gefahr ausgehen und auch einen Austritt von Ammoniak in Betracht ziehen", schildert der Telfer Feuerwehrkommandant Karl Heißenberger. Als klar war, dass sich niemand im Gebäude und damit niemand in akuter Gefahr befindet, wartete man zunächst das Eintreffen von Spezialisten ab.

Beißender Geruch kam nur vom Kunststoff
Die Feuerwehren Telfs, Seefeld sowie die Betriebsfeuerwehr von Sandoz samt Chemiker und gasdichter Schutzaurüstung drangen dann in die mit beißendem Geruch gefüllten Räume vor. Des Rätsels Lösung war schnell gefunden: Zwei Lithium-Ionen-Akkus eines Golfwagens hatte Feuer gefangen und mehrere Sportausrüstungen mit hohem Kunststoffanteil in Brand gesetzt - daher der extreme Geruch.

"Das Feuer erfasste auch eine Wasserleitung aus Plastik. Diese schmolz, und das austretende Wasser löschte zum Glück weitgehend auch die Flammen", weiß Heißenberger. Der Schaden ist trotzdem beträchtlich.

Andreas Moser, Kronen Zeitung

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