Fr, 24. November 2017

In Innsbruck

17.10.2017 15:44

Enge Zufahrt verärgert viele Hausbewohner

Fassungslos sind seit einigen Tagen die Bewohner der Anlage in der Hallerstraße 71 in Innsbruck. Der Grund dafür sind neue Parkplätze des Unternehmens Wenisch Holz, die - wenn darauf Pkw abgestellt sind - eine Zufahrt zur Wohnanlage nahezu unmöglich machen. Die Stadt Innsbruck sieht sich die Causa nun genau an.

Seit mittlerweile 19 Jahren besteht die Wohnanlage, in der 37 Parteien Platz haben. Und in all diesen Jahren gab es mit der Zufahrt keine Probleme - bis jetzt.

"Einsatzkräfte, Behinderten-Transporter - keiner kommt durch"

"Um zu unserer Tiefgarage zu gelangen, müssen wir hinter dem Unternehmen Holz Wenisch vorbeifahren. Auf dieser Straße haben wir auch das Geh- und Fahrrecht. Nun hat aber die Geschäftsführung Parkplätze aufgemalt - und zwar derart weit auf die Straße hinaus, dass wir, wenn dort Fahrzeuge abgestellt sind, nicht mehr vorbeikommen", erklärt Haussprecherin Ilse Riedl. Auch diverse Einsatzkräfte, wie etwa Feuerwehrfahrzeuge, kommen nicht durch. "Und wir haben ein behindertes Kind im Haus, das jeden Tag mit einem Bus abgeholt und zurückgebracht werden muss. Auch das ist mittlerweile fast ein Ding der Unmöglichkeit", erklärt Riedl und fordert: "Es muss endlich etwas passieren."

"Planung ist fragwürdig"

Die Geschäftsführerin des Unternehmens, Sonja Wenisch, macht die Baufirma, die ihr Objekt errichtet hat und mittlerweile in Konkurs ist, für den Missstand verantwortlich. "Die Planung ist überaus fragwürdig, wir wurden getäuscht. Es ist korrekt, dass niemand mehr vorbeikommt. Daher werden wir dort so lange keine Fahrzeuge abstellen und die Parkplätze nicht vermieten, bis es zu einer Lösung kommt. Und die kann nur über eine einstimmige Änderung des Wohneigentumsvertrages in entsprechender Weise geschehen", sagt sie.

Causa wird geprüft

Und was meint die Stadt Innsbruck? "Das Aufmalen der Parkplätze von Seiten des Unternehmens löst nicht zwingend eine baurechtliche Genehmigungspflicht aus. Aber wir schauen uns in den kommenden Tagen die Angelegenheit aus baurechtlicher Sicht bis ins kleinste Detail an", verspricht Christian Rath, Amtsleiter des Bau-, Wasser-, Gewerbe- und Straßenrechtes. Sollte ein Missstand vorliegen, werde man unverzüglich handeln.

Jasmin Steiner, Kronen Zeitung

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