So, 17. Dezember 2017

In "Down Under"

18.10.2017 09:20

Erste staatliche Racheporno-Meldestelle gestartet

Australien hat als erster Staat der Erde eine Meldestelle für sogenannte Rachepornos eingeführt. Es handelt sich um eine Website, die Opfern Ratschläge anbietet, wie sie sich zur Wehr setzen können und es ihnen ermöglicht, die Veröffentlichung von Rachepornos anzuzeigen.

Sie sind eine Begleiterscheinung des "Sexting"-Booms unter Jugendlichen und können im schlimmsten Fall Existenzen zerstören: sogenannte Rachepornos, also ohne das Einverständnis der abgebildeten Person veröffentlichte Nacktaufnahmen. Oft finden derlei Bilder nach dem Ende einer Beziehung durch rachsüchtige Expartner ihren Weg ins Internet - daher rührt auch der Name.

Jeder fünfte Australier hat Racheporno-Erfahrungen
In Australien hat bereits jeder fünfte Bürger zwischen 16 und 49 Erfahrungen mit solchen Vorfällen, berichtet die britische TV-Anstalt BBC. Doch drei Viertel der Opfer haben sich nicht gegen die Veröffentlichung ihrer zutiefst privaten Bilder gewehrt - vielfach wohl, weil sie nicht wussten, wie.

Mit dem Start der 4,8 Millionen australische Dollar teuren Meldestelle im Internet soll damit nun Schluss sein. Dort finden Racheporno-Opfer nicht nur Infos, wie sie die Bilder auf Plattformen wie Facebook oder Twitter löschen lassen können, sondern können Racheporno-Vorfälle auch direkt zur Anzeige bringen.

Chancen auf eine Verurteilung stehen gut
Die Chancen einer Verurteilung der Täter stehen gut in "Down Under". In fünf der acht australischen Bundesstaaten gibt es bereits Gesetze gegen Rachepornos, auch Verstöße gegen das Telekommunikationsgesetz können Racheporno-Uploadern angelastet werden.

Australien ist der erste Staat der Erde, der eine Racheporno-Meldestelle eingeführt hat. Bisher gab es - etwa in Kalifornien - auf regionaler Ebene Gesetze und Services gegen Rachepornos sowie Meldestellen von NGOs, die sich der Unterstützung von Racheporno-Opfern verschrieben haben.

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Redaktion
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