Mo, 20. November 2017

46,1 Prozent für SP

17.10.2017 11:13

Krems: Neue rote Hochburg?

Klarheit durch Mehrheit - der sonst von der Volkspartei bemühte Wahlspruch gilt seit Sonntag auch in Krems. Diesmal allerdings für die SP. Lag der Rote Reinhard Resch im Jahr 2012 nur haarscharf vor der seit jeher regierenden VP, freut sich der Bürgermeister nun über ein sattes Plus von mehr als acht Prozent.

272 Stimmen und ein Mandat trennten SP und VP bisher im Gemeinderat. Der amtierende Stadtchef Resch konnte den Vorsprung, wie berichtet, auf knapp 3000 Stimmen ausbauen - und steuert seine Partei in Richtung absolute Mehrheit. Mit 19 Mandaten benötigt er für Beschlüsse nun lediglich die Stimmen zweier Gemeinderäte - dafür würde ihm etwa die KP schon reichen.

Davon wollte der Wahlgewinner am Sonntagabend aber nichts wissen. Freude ließ im SP-Lager keinen Platz für Spekulationen. Und Resch selbst betonte, mit allen Mitbewerbern eine Gesprächsbasis zu suchen: "Seit fünf Jahren stehe ich für faire Zusammenarbeit mit allen Parteien. Das haben die Bürger jetzt honoriert, und daran wird sich auch jetzt nichts ändern."

Leider nein, hieß es anders als im Bund für die VP. "Dieser Trend war absehbar", beteuert nun Erwin Krammer. Der langjährige Stadtrat: "In meiner kurzen Zeit als Spitzenkandidat ist es mir leider nicht gelungen, diesen noch umzukehren."

Als klaren Wählerauftrag sieht die FP das Ergebnis: Neo-Politikerin Susanne Rosenkranz schaffte nämlich nicht nur das erhoffte vierte Mandat, sondern insgesamt gleich sechs. Was sie vorhat? "Stadtentwicklung nicht nur in der Innenstadt und Abbau der Bürokratie."

Thomas H. Lauber, Kronen Zeitung

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