Mi, 22. November 2017

Solidaritäts-Aktion

16.10.2017 10:35

„Dumm, lächerlich!“ Aufregung um Herthas Kniefall

Der deutsche Bundesligist Hertha BSC Berlin hat am Samstag beim Heimspiel gegen Schalke 04, das 0:2 verloren wurde, mit einer Solidaritäts-Aktion mit US-amerikanischen Sportlern für Aufregung gesorgt. Die Spieler knieten sich vor dem Anpfiff auf dem Rasen nieder und machten es so Profis in den US-Ligen wie der NFL gleich, die damit ihren Protest gegen Rassismus und gegen Präsident Donald Trump ausdrücken.

In Deutschland ernteten die Hertha-Kicker viel Lob für ihre Aktion, mussten sich aber auch Kritik gefallen lassen. Die "Bild"-Zeitung beispielsweise übte harsche Kritik und sprach von einem "lächerlichen Kniefall".

"In Berlin ist diese Form des Protests nicht nur unangebracht, sondern dumm und geschichtsvergessen. Der Star Spangled Banner wehte über vier Jahrzehnte über dem freien Teil Berlins. Mit der US-Fahne auf ihren Maschinen flogen mutige Piloten während der Luftbrücke, um das eingeschlossene Berlin am Leben zu halten. Panzer mit aufgezogener US-Flagge am Checkpoint Charlie sendeten das Signal nach Moskau, dass die USA die Freiheit Berlins unter allen Umständen verteidigen würden - mit dem Leben ihrer jungen Männer", schreibt die "Bild".

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) sprach hingegen von einer "großartigen und wichtigen Geste". Der ehemalige Bundesligaspieler Hans Sarpei twitterte "Ganz großer Sport, Hertha BSC!".

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