Mi, 22. November 2017

Kirchlich

15.10.2017 20:36

Die Orgel mit dem wundervollen Klang

Was interessierte die Bergheimer an diesem sonnigen Wahl-Sonntag mehr? Am Vormittag jedenfalls ein Jahrhundert-Ereignis, nämlich die Weihe der neuen Orgel, die immerhin eine halbe Million Euro gekostet hat. Klar, dass da der Erzbischof in den Flachgau kam. Nachher war Zeit genug für die Nationalratswahl . . .

Am "Tag des Herrn" wurde am gestrigen Wahlsonntag in der Gemeinde Bergheim ein Jahrhundertprojekt vollendet. Salzburgs Erzbischof Franz Lackner weihte im Rahmen eines Festgottesdienstes um 9 Uhr die von den Gläubigen lang ersehnte, neue Orgel ein.

Der Pfarrer Christoph Gmachl-Aher übernahm das Projekt seines Vorgängers Felix Königsberger, der die neue Orgel initiierte, da das alte Pfeifeninstrument ziemlich "scheppernde Töne" von sich gab, obwohl sie doch erst 50 Jahre alt war. Die renommierte Orgelbau-Werkstatt Klais in Bonn übernahm die Arbeiten.

Das Prachtstück besitzt 28 Register und ist knapp zehn Tonnen schwer und umfasst 1473 Pfeifen. Das unter Denkmalschutz gestandene Gehäuse des alten Instruments wurde fachmännisch restauriert und erstrahlt jetzt in der bekannten Pfarr- und Dekanatskirche zum Heiligen Georg im neuen Glanz. Erfreulich für die Flachgauer Pfarrgemeinde: Viele der Orgelpfeifen haben Paten und Patinnen gefunden. Und auch der Vorstand der "Internationalen Salzburg Association" (Präsident ist Landeshauptmann Wilfried Haslauer) steuerte bei. Bei der Finanzierung mitgeholfen haben Tourismusverband und etliche örtliche Firmen. So konnten die Kosten von mehr als 500.000 Euro beglichen werden. Organist Lukas Wegleitner ist begeistert. Natürlich musste er sich ein wenig umstellen, um die besten Töne aus der fantastischen neuen Kirchenorgel herauszulocken.

Zum großen Eröffnungskonzert am Sonntagabend um 19 Uhr spielt er und Domorganist Heribert Metzger Werke von Johann Sebastian Bach, Nikolaus Bruhns, Adolf Friedrich Hesse und Wolfgang Amadeus Mozart. Die beiden Interpreten gaben neben Solostücken vierhändige Orgelwerke zum Besten. Der Eintritt war frei und viele interessierten sich mehr für die Musik als für die Wahl.

Kronen Zeitung

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