Do, 23. November 2017

Nach Haftstrafe

15.10.2017 06:31

Sexualstraftäter erneut wegen Übergriffs angeklagt

3,5 Jahre lang musste ein ehemaliger Justiz-Mitarbeiter (57) aus dem Mühlviertel nach einer Verurteilung wegen Vergewaltigung und schwerer sexueller Nötigung im Gefängnis sitzen. Am 15. Oktober 2016 kam er vorzeitig frei. Nicht einmal ein halbes Jahr später soll er eine 14-Jährige missbraucht haben - er bestreitet das.

Bei dem mutmaßlichen Opfer handelt es sich um die Patentochter der Ehefrau des Angeklagten. Das Mädchen behauptet, der 57-Jährige habe es in seinem Haus unsittlich betastet. Herbert R. soll dem Teenager gegen dessen Willen in die Unterwäsche gegriffen haben. Der Vorfall soll sich am 10. April 2017 im Wohnzimmer zugetragen haben.
R. hatte die 14-Jährige auf deren ausdrücklichen Wunsch zu einem Tagesausflug mit dem Motorrad abgeholt. Er war dann mit ihr für eine kurze Trinkpause zu sich nach Hause gefahren.

Telefonat
Der Aufenthalt soll insgesamt nicht länger als eine halbe Stunde gedauert haben, in dieser Zeit nahm R. auch den Anruf einer Freundin entgegen.
"Es war ein längeres Gespräch, der Herbert war vollkommen ruhig und entspannt, wir haben auch gescherzt und gelacht - ich kann mir unmöglich vorstellen, dass er dann über das Mädel hergefallen ist", sagt Maria S. Sie glaubt fest an die Unschuld des 57-Jährigen, vermutet eine Intrige. "Die Vorwürfe klingen zu konstruiert."
Auch R.’s Ehefrau ist von der Unschuld ihres Gatten überzeugt: "Meine Schwiegereltern waren zur Tatzeit ebenfalls im Haus, die Balkontür stand offen, und nur wenige Meter entfernt hat sich ein Nachbar im Garten aufgehalten."
Der Prozess findet am Montag im Landesgericht Linz statt.

Jürgen Pachner, Kronen Zeitung

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