Sa, 20. Jänner 2018

Erste Bilanz

15.10.2017 14:00

Drogenvortester sind „ein taugliches Werkzeug“

Seit Mitte März läuft die Testphase für Drogenvortester. In OÖ wurden bisher 200 Speicheltests durchgeführt. Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner (FP) will mehrere dieser Vortester anschaffen. Auch Johann Thumfart, Vize-Chef der Landesverkehrsabteilung, beurteilt die Geräte als "taugliches Werkzeug".

"Krone": Seit Mitte März wurden landesweit rund 200 Speichelvortests durchgeführt. Wie war das Ergebnis?
Johann Thumfart: Es ergaben sich 50 Verdachtsfälle, die in einer ärztlichen Untersuchung mündeten. Erst wenn der Amtsarzt einen Bluttest anordnet, sind wir im Bereich der Beweismittel. Insgesamt haben wir heuer bis Ende September 293 Anzeigen wegen Beeinträchtigung am Steuer gehabt, im gesamten Vorjahr waren es 292 Anzeigen.

"Krone": Wie zufrieden ist die Landesverkehrspolizei mit den Drogenvortestgeräten?
Thumfart: Für unsere Beamten ist es ein taugliches Hilfsmittel, Verdachtsfälle zu überprüfen. Einerseits können wir dadurch die Verkehrsteilnehmer sensibilisieren, andererseits auch in der Beamtenschaft aufklärend wirken.

"Krone": Wie meinen Sie das?
Thumfart: Naja, es ist nicht mehr so wie früher, dass Drogen ein Randgruppenproblem war. Mittlerweile haben sie einen festen Platz in der Gesellschaft, der Konsum zieht sich durch alle Schichten. Und gerade bei den Jüngeren sind Drogen am Steuer teilweise fast ein größeres Problem als der Alkohol.

"Krone": Der Vortester umfasst nur sechs Produktgruppen.
Thumfart: Ja, das ist ein technisches Problem, das zu lösen wäre.

Christoph Gantner, Kronen Zeitung

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