Sa, 18. November 2017

Olympia 2026

13.10.2017 16:14

„Es wäre fahrlässig, diese Chance nicht zu nutzen“

Morgen ist es endlich soweit! Die Tiroler stimmen ab, ob sich Innsbruck/Tirol für Olympische und Paralympische Winterspiele 2026 bewerben soll. Olympia-Befürworter aus der Politik und des Sports sowie vier Vertreter der möglichen Austragungsstätten haben am Freitag zum letzten Mal anständig die Werbetrommel gerührt.

"Mehr als 70 Info-Veranstaltungen haben wir in ganz Tirol abgehalten und dabei stellten wir durchaus einen positiven Trend fest", resümierten LH Günther Platter und LHStv Josef Geisler.

Ski-WM 2001 in St. Anton: "Wir profitieren noch heute vom Image"

Die Gründe, warum die Politik für eine Bewerbung plädiert, sind bekannt. Jene der Vertreter der möglichen Austragungsstätten wurden gestern präsentiert. Den Anfang machte Helmut Mall, Bürgermeister von St. Anton. "Wir haben 2001 die Ski-WM zu uns geholt und uns als Gastgeber professionell gezeigt. Noch heute profitieren wir vom Image, das wir dadurch erworben haben. Zudem haben zahlreiche Menschen einen Arbeitsplatz gefunden", sagte er und ergänzte: "Das Einfachste ist, Nein zu sagen. Doch das wollen wir nicht."

"Tirol ist olympiafit"

Ein Großereignis ging im Vorjahr auch in Hochfilzen über die Bühne. "Die Biathlon WM mit 145.000 Zusehern, 727 Athleten und Offiziellen sowie 800 Medienvertretern haben wir problemlos gemeistert. Nun jedoch könnte ganz Tirol an einem Strang ziehen und das Land nach vorne bringen. Das ist schaffbar, wir alle sind olympiafit", sagte Bürgermeister Konrad Walk.

Unbezahlbare Werbung

Vor allem der Werbekraft von derartigen Sportereignissen ist sich Werner Frießer, Bürgermeister von Seefeld, bewusst: "2026 hätten wir die einmalige Chance, die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auf uns zu ziehen. Wir als Tourismusort sprechen von unbezahlbarer Werbung. Schon lange konkurrieren wir nicht mehr ’nur’ mit anderen Ski-Destinationen, sondern mit Regionen weltweit."

E-Mobilität im Kühtai

Dem Faktor "Nachhaltigkeit" kann hingegen Helmut Doblander, BM von Silz-Kühtai, einiges abgewinnen. "Wir würden einen Transport mit Wasserstoff- oder Elektrobussen anstreben - ein großer Nutzen weit über die Spiele hinaus", sagte er. Die Vertreter waren sich einig: "Es wäre fahrlässig, wenn wir diese Chance nicht nutzen würden!"

Jasmin Steiner, Kronen Zeitung

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