Mo, 18. Dezember 2017

Spiele-Raubkopien

13.10.2017 12:27

Unknackbar geglaubter Denuvo-Kopierschutz geknackt

Die Kopierschutz-Software der Salzburger Firma Denuvo hat in der Gaming-Szene in den letzten Jahren für Schlagzeilen gesorgt: Selbst hartgesottene Cracker hatten sich lang die Zähne an der Software ausgebissen und konnten zur Freude der Spieleindustrie viele Games nicht mehr kopieren. Nun zeigt sich, dass die Cracker ein Rezept gegen Denuvo gefunden haben: Immer mehr Games werden binnen weniger Stunden geknackt.

Jüngstes Beispiel ist laut "WinFuture" die Ork-Schnetzelei "Mittelerde: Schatten des Krieges". Das Spiel landete binnen 24 Stunden nach Veröffentlichung in geknackter Form in Tauschbörsen. Zuvor hatten Cracker auch bei "FIFA 18" und "Total War: Warhammer 2" binnen weniger Stunden den Kopierschutz aus Österreich entfernt.

Für Branchenkenner stellt sich damit die Frage, wozu der Kopierschutz überhaupt noch nützlich sei, wenn er ohnehin ruckzuck geknackt werden kann. Der Hersteller hält dem entgegen, dass ein kurzes Verkaufsfenster ohne illegale Raubkopien immer noch besser sei als von Anfang an weniger Spiele zu verkaufen, weil sich Viele ihre Games auf illegalen Wegen beschaffen.

Dass Denuvo mittlerweile so zahnlos zu sein scheint, verblüfft angesichts der Geschichte des Kopierschutzes. Lang galt die Software als nahezu unknackbar, selbst eine alt-eingesessene chinesische Cracker-Gruppe namens 3DM, die im Laufe der Jahre viel Know-how gesammelt hat, musste kapitulieren. Wie sich nun zeigt, ist am Ende aber wohl kein Kopierschutz für die Ewigkeit.

 krone.at
Redaktion
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