Fr, 15. Dezember 2017

"Ihr Tierquäler!"

13.10.2017 10:04

Tierschützer kidnappen Kaninchen der kleinen Kim

"Wir haben euer Kaninchen aus seinem Gefängnis befreit. Ihr seid Tierquäler! Kaninchen sind Rudeltiere und brauchen viel Platz! Es lebt jetzt an einem schöneren Ort." Diese Worte musste die neunjährige Kim aus dem deutschen Neumünster lesen, als sie nach ihren beiden Fellnasen "Neo" und "Moritz" sehen wollte. Militante Tierschützer haben die Tiere einfach gestohlen!

Für die junge Tierfreundin Kim ist eine Welt zusammengebrochen, sie vermisst ihre beiden Kaninchen schrecklich. Lange hatte sie ihre Eltern zu den Haustieren überreden müssen, "Neo" und "Moritz" waren der ganze Stolz der Grundschülerin als Neumünster im deutschen Bundesland Schleswig-Holstein. Jetzt sind die beiden weg - gestohlen von Tierschützern, die ein Bekennerschreiben mitsamt Drohung hinterließen.

Demnach soll es sich bei den Tätern um Mitglieder der "Animal Liberation Front" handeln, die international immer wieder durch Anschläge auf Labors und andere Einrichtungen Schlagzeilen macht und vom FBI sogar als terroristische Vereinigung eingestuft wird. Man habe die beiden Kaninchen befreit, heißt es in dem Brief, der im Stall zurückgelassen wurde, und: "Ihr seid Tierquäler! Kaninchen sind Rudeltiere und brauchen viel Platz! Es lebt jetzt an einem schöneren Ort!" Kim zeigte sich gegenüber dem "Holsteinischen Courier" tieftraurig: "Das ist so gemein. Wer tut denn so etwas?"

Appell: "Gebt uns die Tiere zurück!"
Kims Vater Björn Weichsler bringt kein Verständnis für die Tierschützer auf. Der Großvater habe den Kaninchen einen großen Auslauf gebaut, die Familie sei bestens über die Haltungsanforderungen der Tiere informiert gewesen und Kim habe sich ausgezeichnet um sie gekümmert. Die Täter sollten sich Gedanken darüber machen, was sie dem Kind angetan hätten.

Der erboste Vater hat mittlerweile Anzeige wegen Diebstahls erstattet. Da die "Animal Liberation Front" in der Region noch nie in Erscheinung getreten ist und keine weiteren Kaninchen gestohlen wurden, bleibt die Hoffnung auf einen dummen Streich. Kims Vater: "Diese Menschen sollen über ihren Schatten springen und uns die Tiere zurückgeben."

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Redaktion
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