Di, 17. Oktober 2017

Krankl-Vergleich

13.10.2017 08:39

Rapid: Papa Louis wird zum Goleador

Beim Nationalteam wurde Louis Schaub zum Bomber der Nation (siehe Video oben). Nur in der Liga hinkt der 22-Jährige seiner starken Torquote noch hinterher. Am Samstag will er mit Rapid gegen Schlusslicht St. Pölten nachlegen.

"Gratuliere, Goleador." Als Louis Schaub am Mittwoch Rapids Kabine betrat, wurde er von seinen Mitspielern freudigst begrüßt. Und mit Hans Krankl verglichen. Was den 22-Jährigen ein Schmunzeln kostet: "Für mich ist es gut gelaufen." Eine Untertreibung. Mit den Goldtoren gegen Serbien und in Moldawien stieg Schaub zum Bomber der Nation auf. Fünf Länderspiele, drei Tore - eine tolle Bilanz. "Tut gut, gibt Selbstvertrauen", sagt der Mittelfeldmotor. Ohne eine Erklärung liefern zu können: "Der Fußball ist verrückt, solche Sachen passieren halt einfach."

"Der Ball wird wieder reingehen"
Weshalb er sich um Rapids Stürmer, die unter Ladehemmung leiden, keine Sorgen macht: "Es bringt nichts, fünf Stunden Abschlüsse zu trainieren. Es gibt solche Phasen. Der Ball wird wieder reingehen." Nachsatz: "Ich habe in der Liga auch lange nicht getroffen." Zuletzt doppelt im August gegen die Austria. Soll heißen: Es wird Zeit.

Auch um seine Quote aufzupolieren: Im ÖFB-Team (5/3 Tore), Cup (13/5) und Europacup (30/16) ist er ein Torgarant, in der Liga traf er in 140 Partien aber erst 22-mal. Sein Vater Fred schrieb einst 23-mal an. Morgen kann er mit ihm gleichziehen. Da scheint St. Pölten, die Liga-Schießbude, als Gegner ideal. "Das ist gefährlich, trügerisch", will Schaub von einem Pflichtsieg nichts wissen. "Wir schauen nur auf uns."

"Die Familie ist das Wichtigste"
Er will konzentriert, aber locker und befreit aufspielen. So wie beim Team. Wo er das Theater von und rund um das ÖFB-Präsidium gut ausblendete: "So eine Woche habe ich noch nie erlebt. Aber bei Rapid ist ja auch immer viel los." Das ist er gewohnt, steckt er weg. Mit einer neuen Entspanntheit. Vor sieben Wochen wurde er erstmals Papa: "Dem Buben geht’s gut, die Familie ist das Wichtigste. Jetzt hat man eine ganz andere Verantwortung." Das ist wichtiger als Tore - vielleicht wird er deshalb zum Goleador.

Rainer Bortenschlager, Kronen Zeitung

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