Do, 14. Dezember 2017

OÖ-Firmen atmen auf

12.10.2017 22:00

Albtraum für Schlafexperten scheint ausgestanden

Hiobsbotschaft für viele Produzenten von Matratzen, Möbelhersteller, den Handel und Kunden: Der deutsche Chemiekonzern BASF lieferte ein krebserregendes Produkt aus, das in Schaumstoff-Matratzen zu finden ist. Die Firmen reagierten mit Produktions- und Liefer-Stopps. Heute Nachmittag gab’s dann Entwarnung.

"Ich habe so etwas in mehr als 35 Jahren noch nie erlebt", seufzte Joka-Chef Johann Kapsamer heute. Der Möbelhersteller aus Oberndorf bei Schwanenstadt sortierte das betroffene Schaumstoff-Material sofort aus und ließ die Produktion von einigen Matratzen-Modellen stoppen.

Auch Optimo stoppte Produktion
"Den Schaden, der dadurch entsteht, kann ich noch nicht beziffern", sagt Kapsamer. Auch Matratzenhersteller Optimo in Braunau verhängte einen Produktionsstopp. Aufatmen gab’s dagegen rasch bei Sedda in Bad Schallerbach, Grüne Erde in Scharnstein und Regina Schlafkomfort in Vöcklamarkt: Die Produkte dieser Firmen waren gleich gar nicht betroffen.

Kunden sofort informiert
Wie reagierte der Handel? Bei Betten Reiter wurden die Kunden am Montag informiert, zudem ist auf der Internetseite der Leondinger eine Mitteilung zu finden. Zur Sicherheit gab’s eine Verkaufssperre für die möglicherweise betroffenen Matratzen. Bei Schaumstoffverarbeiter Eurofoam in Kremsmünster wurde ebenfalls die Produktion niedergefahren und eine Info-Hotline eingerichtet.

"Rasch zur Normalität"
Heute Nachmittag gab's dann Entwarnung: BASF gab bekannt, dass laut Tests keine Gesundheitsgefahren von den Matratzen ausgehen, in denen der verunreinigte Schaumstoff enthalten ist. "Wenn das so ist, werden wir rasch zur Normalität zurückkehren können", so Betten-Reiter-Chef Dieter Hildebrand.

Barbara Kneidinger, Kronen Zeitung

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