So, 19. November 2017

Millionen Gagen:

12.10.2017 11:50

Steyr leistet sich „teuerste“ Politiker im Land

2,9 Millionen Euro in Linz! 1,6 Millionen Euro in Steyr! 1,8 Millionen Euro in Wels. Die Rede ist von jährlichen Politik-Gehältern. Im Ranking "Politikkosten pro Einwohner" der zehn größten Städte Österreichs (ohne Wien) liegt Steyr mit rund 43,60 Euro auf dem letzten Platz. Für Stadtchef Gerald Hackl kein aktueller Anlass für eine große Veränderung. Ganz im Gegenteil zu Linz und Wels - dort werden Reformen angedacht...

Mit Ausgaben von rund 14 Euro pro Einwohner hat Linz nach Graz (12 Euro) die zweitgünstigste Stadtpolitik der zehn großen Citys Österreichs. Doch Oberösterreichs Landeshauptstadt drückt ein riesiger Schuldenberg. Auch in der Politik muss gespart werden. Am morgigen, Donnerstag, wird über Sparpotenziale diskutiert.

Nur noch 45 statt 61 Gemeinderäte in Linz?
Unter anderem stehen bei der Aussschusssitzung die Verkleinerung des Gemeinderates von 61 auf 45 Mandatare und des Stadtsenats von acht auf fünf Mitglieder zur Debatte. Zwei der drei Linzer Vizebürgermeister sollen ebenfalls abgeschafft werden, um die jährlichen Politikerkosten von 2,9 Millionen Euro zu senken. "Auch die Politik muss sparen und mit gutem Beispiel voran gehen", betont Gemeinderat Martin Hajart (VP).


Wels will einen Vizebürgermeister abschaffen
Sind auch Reformen in Wels und Steyr geplant? "In diesem Ausmaß kein Thema", sagt der Steyrer Bürgermeister Gerald Hackl (SP) - trotz Gehältern in der Höhe von 1,6 Millionen Euro. "Die drei Vizebürgermeister haben wir verordnet bekommen. Mir ist völlig egal, ob wir einen, zwei oder drei haben", so Hackl weiter. Im Gemeinderat sitzen ohnehin nur 36 Personen. Zur Info: laut Statistik hat Steyr mit 43,60 Euro pro Einwohner die höchsten Politiker-Kosten. In Wels wartet dagegen FP-Bürgermeister Andreas Rabl auf Antworten vom Land. Die Stadt hat um die Änderung des Statuts angesucht. Ein Stadt-Vize und drei Gemeinderäte sollen wegfallen. 2016 kam Wels auf Politiker-Gagen von  1,8 Millionen Euro. Pro Einwohner 31 Euro.

Mario Zeko, Kronen Zeitung

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