Mo, 11. Dezember 2017

Polizei ermittelt

11.10.2017 07:23

Tirol: Schweinekopf vor Flüchtlingsheim platziert

Ungustiöse Entdeckung vor einer Flüchtlingsunterkunft im Tiroler Bezirk Kufstein: Unbekannte hatten im Schutze der Nacht an der Eingangstür einen Schweinekopf auf eine Holzlatte gespießt und waren danach unbemerkt geflüchtet. Die Polizei ermittelt.

Zum unappetitlichen Vorfall kam es bereits am Freitagabend zwischen 23 Uhr und Mitternacht, wurde aber erst jetzt seitens der Polizei bekannt gegeben. Bis dato unbekannte Täter hatten einen Sauschädel zur Flüchtlingsunterkunft im Bezirk Kufstein geschleppt und den Tierkopf vor dem Eingangsportal platziert. Dazu spießten sie diesen auf einer Holzlatte auf, ehe sie verschwanden.



Polizei ermittelt
Nur wenig später wurden der Schweinekopf entdeckt und die Polizei auf den Plan gerufen. Sachschaden entstand bei der fragwürdigen Aktion zwar keiner, die Empörung war seitens der Bewohner und deren Betreuer jedoch groß.

"Wir haben den Vorfall angezeigt und der Tiroler Gesellschaft für rassismuskritische Arbeit gemeldet", erklärte der Pressesprecher der Tiroler Sozialen Dienste, Georg Mackner, gegenüber "Heute". Wie die Polizei erklärte, werde nach Abschluss der Ermittlungen ein Bericht den zuständigen Stellen vorgelegt.

Schweineköpfe auch an Moscheen in Graz und Linz
Bereits im Vorjahr hatten in Linz sowie in Graz ähnliche Attacken für große Aufregung gesorgt. In beiden Fällen waren Moscheen Ziel von rassistischen Vandalismusakten gewesen. Rechtsradikale Täter hatten Schweineköpfe an den Türen befestigt, die Grazer Moschee überdies auch noch mit Schweineblut besudelt.

Verteidigungsminister Hans-Peter Doskozil hatte danach eine Überprüfung eingeleitet, da Mitarbeiter des Abwehramtes mutmaßlich in den Anschlag in Graz verwickelt gewesen waren. Gegen drei Spitzenbeamte wurden Disziplinarverfahren eingeleitet.

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Redaktion
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