Mi, 22. November 2017

Polizei ermittelt

11.10.2017 06:40

Sabotage auf Baustelle: Täter wollte Kran umwerfen

Mit bösartigen und gemeingefährlichen Sabotageakten sehen sich die Patscherkofelbahnen in Innsbruck konfrontiert: Ein bislang Unbekannter versuchte bei der Mittelstation einen Baukran umzuwerfen, was ihm fast gelungen wäre. Nun wurde ein Versorgungskabel für die Bergstation zerstört. Die Polizei ermittelt.

Mit Hochdruck wird an der neuen Patscherkofelbahn gearbeitet: 55 Firmen und rund 160 Mitarbeiter sind fast permanent im Einsatz. "Damit wir den Eröffnungstermin 15. Dezember einhalten können, muss nun alles glattgehen", berichtet Geschäftsführer Thomas Scheiber. "Es darf keine Lieferschwierigkeiten geben, keine zusätzlichen Behördenauflagen, keinen frühen Schnee." Und wohl auch keine Sabotageakte!



"Nicht auszudenken, was passieren hätte können"
Zwei sind bereits polizeianhängig. Offenkundig nimmt der Täter auch in Kauf, dass Menschen zu Schaden kommen: Auf der Mittelstation versuchte ein Täter Ende Juni, durch Drehen an den Standfüßen einen Baukran umzukippen. "Er kam auch relativ weit, der Kran stand schon ganz schief, als wir morgens die Tat entdeckten", weiß Scheiber: "Nicht auszudenken, was passieren hätte können, wenn er tatsächlich umgestürzt wäre." Ermittlungsergebnisse gibt es bis dato keine. Am Kofel existieren zwar Videokameras, allerdings dokumentieren diese nur den Baufortschritt. Dennoch sollen auf Bildern Schatten eines Motorrads zu erkennen sein.

Täter verfügt über "technisches Verständnis und Ortskundigkeit"
Der zweite Vorfall am Kofel ereignete sich erst vor wenigen Tagen: Ein Lichtwellenleiter-Kabel von der Mittel- zur Bergstation wurde mit einem Messer durchtrennt, der Schaden beträgt mehrere Tausend Euro. "In beiden Fällen ist technisches Verständnis und auch Ortskundigkeit nötig", erklärt Scheiber.

Philipp Neuner, Kronen Zeitung

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