Sa, 18. November 2017

Klagenfurt

10.10.2017 16:43

Bombenalarm wegen Koffers

Ein zurückgelassener Koffer hat am Landesfeiertag in Klagenfurt für Aufregung gesorgt. Unbekannte hatten das Gepäckstück vor dem Gebäude der Gewerkschaft deponiert: Zur Vorsicht riegelte die Polizei die Straße ab, Gebäude wurden evakuiert. Auch bei der 10.-Oktober-Feier herrschte Dienstagfrüh einige Aufregung.

Kurz vor 9 Uhr hat ein Anrufer den "verdächtigen Koffer" beim Eingang zum ÖGB-Gebäude in der Klagenfurter Bahnhofstraße gemeldet. Wie es die Einsatzregeln in solchen Fällen vorsehen, ist die Polizei angerückt und hat die Straße im betroffenen Bereich abgesperrt. Mehrere Gebäude, darunter das Gewerkschaftshaus und Wohnungen, wurden evakuiert.

"Die Aufregung war groß - wir wurden ersucht, in den Innenhof zu gehen oder im Konferenzraum im hinteren Teil des Gebäudes abzuwarten", schildert ein Betroffener im ÖGB-Haus. Um einzuschätzen, ob eine Gefährdung vorliegt, forderte das Stadtpolizeikommando einen sprengstoffkundigen Beamten (SKO) an. Der Polizist näherte sich mit Spezialausrüstung dem verdächtigen Gegenstand.

Nach einer knappen Stunde konnten die Beamten schließlich Entwarnung geben. In dem Gepäckstück befand sich nichts Gefährliches - sondern Müll; Plastiksäckchen und Kartonverpackungen.

"Wir können nicht sagen, ob der Koffer in böser Absicht vor dem Gebäude deponiert worden ist", sagt der Einsatzleiter der Polizei. Der Beamte mahnt, Gepäckstücke nicht einfach achtlos zurückzulassen. Wie in diesem Fall können kostspielige Einsätze die Folge sein. Auf einigen Flughäfen wird das achtlose Zurücklassen herrenloser Koffer bereits rigoros bestraft.

Eine "verdächtige Tasche" sorgte Dienstag auch bei den Feierlichkeiten zum 10. Oktober im Klagenfurter Landhaushof für Aufregung. Auch dort musste ein SKO anrücken. Wie sich letztendlich herausgestellt hat, war die Tasche von einem Teilnehmer vergessen worden.

Tom Leitner und F. Kimeswenger, Kärntner Krone

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